327
8) Eosine Friederike Marie, geb. den 4. Oktober 1739 in Saal-feld, gest. ebendaselbst den 14. Mai 1740.
Zu dieser Familie dürften noch gehören:
Friedrich Wilhelm Mylius aus Saalfeld, immatrikulirt den 26.Juli 1781 und Johann Andreas Mylius aus Saalfeld, immatrikulirt den13. Mai 1783 an der Universität Jena.
T. F. Mylius, war ein berühmter Kupferstecher in der 1. Hälftedes 18. Jahrhunderts und lebte in Warschau. Von den von ihm gestochenenPorträts seien erwähnt die des Grafen von Szembec, des ErmländischenBischofs Grabowski, des Grafen von Dembrowski, des Grafen vonSapieha und des 1738 verstorbenen Sächs.-Polnischen Hofmalers Mock.Seine Stiche werden in der »Leipz. Gel. Zeit. 1747« Nr. 41, Seite 364»unverbesserliche Meisterstücke« genannt.
Johann Christoph Mylius, geb. 1733 als ältester Sohn des Hiir-'**"
gers und Krämers Gottfried Mylius in Meffersdorf. War Student derTheologie und Schulhalter in Leipzig und starb daselbst den 4. Oktober1806. — Am 1. Mai 1764 verheirathete er sich mit Marie Regino Lan-zendorf aus Rötha. Diese starb nach kinderloser Ehe im Alter von69 Jahren 9 Monaten den 31. December 1788 in Leipzig.
Peter Bernhard Milius (Mylius), Baron, französischer Admiral,geb. in Bordeaux 1773, gestorben 1829 in Bourbonne-les-Bains. Nochganz jung, machte er auf einem Fahrzeug seines Vaters, welcher Eigen-thiimer eines Kaperschiffes war, mehrere längere Reisen, trat 1793 in diestaatliche Marine ein, rettete im Treffen von Ouessant (Bretagne) 1794 einrhedeloses Schiff, dessen sich die Engländer bemächtigen wollten, wurdedann zum Fähnrich befördert, zeichnete sich in gleicher Weise in derSchlacht bei Croix (Bretagne) 1795 aus und erhielt 1796 das Patent alsSchiffslieutenant. Auf der Expedition nach Irland, an der er theilnahm,fiel er in die Hände der Engländer, die ihn 1799 wieder freigaben. NachFrankreich zurückgekehrt, kämpfte er auf dem Mittelländischen Meere unterBruix, erhielt 1800 den Unterbefehl bei einer wissenschaftlichen Expe-dition, die unter Baudin nach den südlichen Ländern gesandt wurde,wobei er in Neu-Holland schwer erkrankte, und steuerte nach dem Todevon Baudin das Schiff »Le Gbographe« 1804 nach Lorient. 1805 zumCommandanten der Fregatte »Didon« ernannt, nahm er an der Schlachtam Cap Finistere theil, traf, als er sich nach Rochefort begab, die englischeFregatte »Phönix«, welche ihn nach hartem Kampfe zwang, die Segel zustreichen, erlangte 1806 die Freiheit wieder und wurde Unterchef der See-manöver in Toulon, Direktor des Hafens von Venedig (1811) und Schiffs-kapitän in demselben Jahre. 1814 nahm ei im Namen Ludwigs XVIII.von den französischen Colonien und den Antillen wieder Besitz. Er wur-de hierauf Direktor des Hafens von Brest, Gouverneur der Insel Bourbon,dann von Cayenne und erhielt den Titel »Baron«. Das ungesunde Klima