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So wurde er am 19. August 1742 an der Hamburger Kirchezu St. Petri zum Diakonus, am 7. April 1744 aber zum Pastor primariusan derselben Kirche und zum Scholarch am Hamburger Gymnasium er-wählt. Wegen dieser neuen Ehren beglückwünschte ihn sein College, Dr.Heidmann, Rektor der Verdener Schule, in einer eleganten lateinischenAbschiedsode, in der er besonders die grosse Beredsamkeit dieses Mylius imPredigen anführt (siehe »Die Hamburger Belichte von gelehrten Sachen aulsJahr 1742 Seite 657«). Diesen Aemtern stand der ausgezeichnete Kanzelrednerbis zu seinem Tode am 15. Dec. 1774 mittreuem Eifer vor. Sein Oelbildfindet sich in der Petrikirche in Hamburg, ein Kupferstich, von dem Hambur-ger Pritsche gestochen, in der Wagnerschen Ausgabe seiner Predigten.Letzterer ist nebenstehend reproducirt. Auch die heutige Generation verehrt ihnnoch in treuem Gedächtniss infolge eines ansehnlichen Legates, dessenZinsen er testamentarisch (Testament vom 10. Januar 1774) zur Vertheilungan verlassene dürftige Wittwen und Waisen bestimmte. Das Kapital, die■ Mvlius'sche Stiftung«, uinfasst heute (1894) einen Betrag von 10500 M. • -Im December 1745 verheirathete er sich mit Margarethe Katliarinei/j,>Sophie, Tochter des Münzmeisters Johann Heinrich Low in Hamburg. ADiese starb fünf Monate nach ihrem Manne, im Mai 1775, in Hamburg.Die Ehe war kinderlos.
Ernst Friedrich hat zahlreiche Predigten und kleinere Schrittenveröffentlicht, von denen genannt werden mögen:
»Entwurf heilsamer Unterweisungen oder Disposit. der Evangelien.Hamburg 1745—1774. gr. 811.«
»Auszug der Hauptsätze und Eintheilungen aus den Entwürfen etc.Hamburg 1745—1759. gr. 811.«
Eerdinand Mylius gab 1715 eino Vertbeidigungsschrilt gegenden Leipziger Professor Carpzov heraus.
Hiob Friedrich Müller, geb. 1700 in Reinhardsbrunn b. Friedrich-roda, nannte sich später Mylius, Er war der Sohn des Quästors der Präfektur Reinhardsbrunn Georg Friedrich Müller und dessen Ehefrau Sophie Katharine, geb. Vergenius. Am 15. Juli 1733 wurde er alsReichskammergerichtsadvokat in Wetzlar zugelassen und seit dem 24. December 1736 war er Rath und 2. Syndicus der Reichsritteischalt desmittelrheinischen Kreises in Friedberg (Hessen). Seine Tochter MagdaleneCharlotte, geb. den 3. August 1745, heirathete den 28. April 1771 denGeh. Rath und Hofkammerdirektor Johann Wilhelm Langsdortf inGiessen und starb den 17. Januar 1801.
Johann David Mylius, geb. 1704, Sohn des Amtscopisten Benja-min Mylius in Camburg, wurde 1729 Schullehrer in Münchengosserstädtund starb daselbst, nachdem ihm 1766 sein Sohn Johann Christophbeigegeben war, den 14. Januar 1768. — Er verheirathete sich 1) 1729