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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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von ihnen zurückgezogen und sei weder bei den Conferenzen noch beianderen Zusammenkünften erschienen. So habe er auch die Braunschweigi-sche Priester-Kleidung nicht angenommen, sondern die Kleider beibehalten,wie er sie bisher getragen. Als seine Frau gestorben, sei er in ledigemStande geblieben. Er habe eine erwachsene Tochter gehabt, die sich nichtallzugut aufgeführt haben soll, so dass Jedermann von ihr zu sagen ge-wusst und unterschiedliche Pasquille auf sie gedichtet worden seien. Diesesund manches. Andere haben verursacht, dass er um alles fernere Aerger-niss zu vermeiden, im Jahre 1662 seines Dienstes am St. Blasius-Stiftentsetzt worden sei. Wo er sich nachher aufgehalten und welchen Todeser gestorben sei, habe man nicht erfahren können«. Yergl. Christ. JacobBlum's Braunschweigisches Prediger-Gedächtniss S. 46, Anmerk. DerselbeRethmeyer stellt jedoch später in den Nachträgen zum 4. Teil der Braun-schweigischen Kirchengeschichte S. 242 die Sache dahin richtig: »Es solldieser Mylius nicht abgesetzt, sondern selbst heimlich davongegangen seinund seine liederliche Tochter im Stiche gelassen haben«. — Seine Frau starbden 8. Juli 1657 in Braunschweig, eine seiner Töchter ebendaselbst denv '^ 1.5. Juli 1657.

Johann Zacharias Mylius aus Cöthen (Anhalt), vertheidigte 1664in Leipzig unter Vorsitz von Paul Franz Romanus eine Dissertation:»De Societate«, die er dem Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt widmete.Identisch mit ihm ist vielleicht (oder ein Sohn?) ein Johann ZachariasMylius, ebenfalls aus Cöthen, der im Wintersemester 1685 an der Univer-sität Frankfurt a. 0. immatrikulirt wurde. Wahrscheinlich gehörig zu denMylius aus Gernrode, Familie 5.

Georg Mylius, Magister, war Kais, gekrönter Dichter und Predigerin Westerhusen und gab heraus:

»Progessus ac Regressus Christi, uti singulares, ita salutares. DieGeist- und nutzenreiche Sterbens- und Lebenswallfahrten des Herrn Christi,darin die Erste Predigt von Christi Leiden und Tod die Andere vondessen Auferstehung etc. handelt, gedr. zu Zelle 1663 in 4L.«

»Apologia oder Schutzbriefe in 4L.«

Johann Peter Müller oder Mylius, geb. 1640 in Gross-Heringenals Sohn des dortigen Pfarrers Peter Müller oder Mylius, geb. 1608 inBillingsdorf i. Vogtland, Pfarrer in Gross-Heringen von 1634 — 1673,besuchte die Landesschule Pforta vom 20. Juni 1655 bis 10. Januar 1661,wurde den 18. November 1668 Substitut seines Vaters und folgte diesemden 30. Mai 1673. Er starb den 20. Juni 1698. Vgl. Dietnrann, Chursäch-sische Priesterschaft Bd. II, S. 935 u. 1213.

des dortigen

Andreas Mylius aus Freienseen, — vielleicht ein SohnPfarrers Möll — wurde im Februar 1654 an der Universität Giessen immatrikulirt.