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Henning Müller oder Mylius, war 1634 Pastor in Pützlingenbei Nordhauson.
Georg Mylius aus Ziillichau, wurde im Sommersemester 1617an der Universität Frankfurt a. 0. immatrikulirt.
Hermann Mylius von Gnadenfeld, geb. 1600 zu Hahnenknopin Oldenburg, war der Solin eines Müllers, erhielt in Hamburg seine Aus-bildung und trat dann als Secretiir in den Dienst des Grafen Anton Gün-ther von Oldenburg, dessen Bestrebungen es waren, die Schrecken des30jährigen Krieges von seinem Ländchen abzuwehren und die Berechti-gung zui Erhebung eines Zolles auf der Weser gegen die Einsprüche undBeeinträchtigungen des benachbarten Bremen zu sichern. Im ,fahre 1636ging Mylius als Gesandter nach Wismar, um bei dem Kanzler Oxen-stierna die Neutralität der Grafschaft Oldenburg zur Anerkennung zubringen. Im Jahre 1637 reiste er nach Holland, um im Interesse seinerHeimath die heranziehenden Hessen und Franzosen von Ostfriesland abzu-halten, und noch in demselben Jahre nach Schweden, um über seitens^eines schwedischen Gesandten erhobene Unterstützungsforderungen in Stock-holm selbst Beschwerde zu führen. 1642 zum Rath bei der Regierung inOldenburg und 1647 zum Landrichter in Kniphausen ernannt, wohnte er1642 dem Frankierter Deputationstage bei, nahm 1644 an den zu Osna-brück eröffneten Friedensverhandlungen theil und wirkte 1645 beidem
Endewar1652
holländ.-englischen
Abschluss des dänisch - schwedischen Friedens mit. König Christian IV.von Dänemark, wohl durch diese Verhandlungen auf ihn aufmerksamgeworden, suchte ihn für seinen Dienst zu gewinnen, Mylius aber schlugdie glänzenden Anerbietungen aus und blieb seinem heimathlichen Herr-scher treu. Er erlangte bei den Friedensverhandlungen zu Münster amtles 30jährigen Krieges (1648) die Anerkennung des Weserzolles,649 bei dem Nürnberger Friedeiisexecutionsrecess thätig, erwirktebei Cromwell die Anerkennung der Neutralität Oldenburgs in demSeekriege und wohnte endlich 1653 und 1654 noch demReichstage zu Regensburg als Gesandter bei. Gral Anton Günther hatteMylius bereits im Jahre 1648 durch die Schenkung eines mit adeligenFreiheiten ausgestatteten Gutes belohnt und 1652 bei dem Kaiser Ferdinand III.die Erhebung in den Adelstand als »Mylius von Gnadenfeld«*) (Di-plom vom 28. Oktober 1652) und die Ernennung zumEr starb 1657 in Oldenburg. Sein Bild findet sich irEuropaeum« S. 934.
Sein Sohn Otto Mylius von Gnadenfeld ging 1654 mit Magis-ter Virgilius Secundus Donauer von Regensburg auf die Universität
*) Üeber die Freiherrn Mylius von Gnadenfeld, die mit Hermann Mylius inkeinem Zus ammenhang stehen, s. S. 68. Das dem oben genannten Mylius von Gnadenfeld ver-liehene Wappen s. Eist. Myl. I. S. 11, Nr. VIIL (h). — Vorher bediente sich derselbe eines anderenWappens, wie aus einer Stammbucheintragung „Monasterii, 9. 12. 1649" hervorgeht. Das bei dieserEintragung gemalte Wappen zeigt im blauen Feld eine nackte weibliche Figur mit fliegendem Haar,rin weisses Segel über den Kopf schwingend (Fortuna); auf dem Helm nur eine Krone; Helmdeckensilber-blau. Dieses Wappen zeigt Aehnlichkeit mit dem Seite 9 Nr. 9 angegebenen des MecklenburgerHofraths Magister And reas Mylius (s. S. 291). Verwandschaftliche Beziehungen sind hier jedochwohl völlig ausgeschlossen.
Pfalzgrafen erwirkt.Freher's »Theatrum