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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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eines am 15. August 1561 in seinem Schlafzimmer in Annaberg ausge-brochenen Brandes zuzog. 1559 verbeirathete ersieh 1) mit Anna,Tochtervon Stephan Lippert, einem braven Mann. Nach ihrem am 31. Juni1567 erfolgten Tode, heirathete er 2) die Tochter von Wolfgang Klinger,IJammer-Herrn in Tennicht. Aus letzterer Ehe entsprossen sechs Kinder,mit' denen die Wittwe nach dem Tode ihres Mannes nach Annaberg zu-rückkehrte. Ein Sohn, Adam Mylius, wurde 1592 in Leipzig immatrikulirt.Eine Tochter, Ursula Mylius, geb. den 20. Oktober 1577 in Wittenberg,heirathete 1601 in Annaberg den dortigen Bürgermeister David Schmid,einen Wittwer, mit dem sie drei Kinder (1. Ursula Schmid, gest. dreiTage nach der Geburt, 2. Michael und 3. Israel Schmid, die beide inLeipzig und Wittenberg Theologie und Philosophie studirten und 1626»Annaberger Patiicier« genannt werden). David Schmid starb den 2.April 1617 in Annaberg und seine Wittwe heirathete den 5. November1621 den Annaberger Bürger und Kaufmann Johannes Zierold, derim Mai 1626 starb. Ursula Mylius selbst aber starb in Annaberg; den28 September 1626. Die ihr gehaltene Leichenrede wurde 1627 in Witten-berg gedruckt.

Johannes Molanus, bisweilen als Mylius angeführt, aus Nijkerkin Flandern, Lehrer in Diestheim, Bremen, Duisburg und von 1563 an Rek-tor des Gymnasiums in Bremen, starb daselbst den 16. Juli 1583. Er warder Schwiegersohn des berühmten Geographen Gerhard Mercator.

Johannes Müller oder Mylius aus Ellrich, wurde den 10. Mai

1559 an der Universität Wittenberg immatrikulirt und war von 1576 bis1618 Pfarrer in Mackenrode bei Tettenborn. Sein Sohn Israel Mylius warungefähr 1581 bis 1583 Alumnus der Schule des Klosters Walkenriedund starb in der Heimath nach seiner Rückkehr von der UniversitätHelmstädt. Ein anderer Sohn, Josua Mylius, war um 1590 Alumnus derselbenSchule und wurde in seiner Heimat von aufständischen Bauern ermordet.

Carl Mylius aus Ochsenfurt, wurde am 6. Mai 1564 an der Uni-versität Wittenberg immatrikulirt.

Johannes Möller aus Wismar, wurde im Jahre 1565 an derUniversität Rostock immatrikulirt, erhielt ebendaselbst den 1. April 1574die Würde eines Magisters der Philosophie und reiste dann 1575 nachWittenberg und Leipzig. Dr. David Chvtraeus (Rostock) nennt ihn inEmpfehlungsschreiben Magister Johannes Mylius.

Jeremias Mylius, sonst Myller genannt, Hofkammer-Kanzleiexpe-ditor, erhielt einen kaiserlichen Wappenbrief den 12. November 1578.Wappen: in Roth ein weissgekleideter Mann, einen weissen Mühlstein auf derSchulter tragend. He I m: roth-weisse Wulst, zwei 3mal weiss-roth getheilte Büf-felhörner, in den Mündungen je drei Pfauenfedern. Decken: weiss-roth.