Johannes Mylius, gab
»Elegiae theologicae« in 4L heraus
Martin Myller oder Mylius aus Memmingen, Magister der Philo-sophie, war zuerst 40 Jahre lang Eietheimscher Pastor an der Kirche St.Martini zu Angelberg, darin 13 Jahre lang Pastor und Senior in Lindauam Bodensee, wo er 77 Jahre alt starb und einen Sohn Bernhard hinter-liess. — 1618 hielt er Hans Wilhelm von Rietheini, FreiherrnAngelberg, die Leichenrede, die 1619 in Stuttgart gedruckt wurde.
von
Bernhard Müller, Myller oder Mylius aus Memmingen, geb.1583, war vielleicht der Sohn des vorhergehenden. Von 1605 an Lehrerin Leutkirch, wurde er 1625 daselbst Pastor und behielt dies Amt bis zuseinem Tode 1658.
Aegidius Müller, von 1562 bis 1594 Pastor in Mark-KassendorfLei Kulmbach, unterschrieb die Concordienformel als Aegidius Mylius.
Bartholomäus Mylius, Magister, war 1563 bis 1567 Hotpredigerin Schloss Osterstein bei Gera.
Martin Mylius, Doktor der Medicin, aus Annaberg*), Bruder desfolgenden Dr. Georg. Nach Vollendung seiner Studien in Wittenberg, woer den 22. April 1552 immatrikulirt wurde, prakticirte er als Arzt inIglau in Mähren und dann in Znairii, wo er den 20. Juni 1574 starb.Seine Wittwe folgte ihm im Tode den 2. Juni 1575. Ausser zahlreichenGedichten gab er heraus »De officio Pharmacopoei. Wittenberg 1568«.
Georg Mylius, Doktor der Philosophie und Medicin, geb. in Anna-berg den 23. April 1533, ein Bruder dos vorhergenannten Martin. Wäh-rend seiner Studien in Wittenberg, wo er als Georg Müller den 17. März1550 immatrikulirt und den 30. Juli 1554 Magister der Philosophie wurde,zeichnete ihn Philipp Melanchton durch ausserordentliche Liebe undWohlwollen ans und lieh ihm in jeder Weise Hülfe und Rath. 1555 wurdeer Conrektor, 1559 Rektor der Schule in Annaberg, welche Aemter er mitgrossem Segen zur Ehre seiner Vaterstadt bis 1571 verwaltete. Unter sei-nem Conrektorate erhielt diese Schule eine solche Bliithe und Berühmtheit,dass sie z. B. 1556 von nahe an 700 Schülern besucht wurde. Dochglaubte er besonderes Talent zum Studium der Medicin zir haben und be-gab sich 1571 wiederum auf die Universität Wittenberg, wo er am 6. Juni1578 die medicinische Doktorwürde erhielt. In demselben Jahre schonwurde er durch ehrenvolle Vocation als Arzt und Stadtphysikus nachPlauen i. Y. berufen, welches Amt er mit grosser Anerkennung bis zuseinem Tode verwaltete. Er starb dort den 5. März 1583, nachdem erschon lange vorher an
odagra gelitten hatte, das er sich bei Gelegenheit
*) Niehl, zu verwechseln mit Mar( in Mylius aus Görlitz (s. S. 308)!
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