294
an, welches er auch bewohnte, nachdem er sicli ganz vom Hofleben zurück-gezogen hatte. Das väterliche Wohnhaus in Schwerin hatten die Erben1602 an Hans von Lützow auf Datzow verkauft. Diesen Hans vonLützow nennt Joachim Mylius 1607 »seinen lieben Schwager undBruder«-, wahrscheinlich hatte derselbe also auch eine Tochter des JoachimSperling zur Frau. Ton diesem Hans von Lützow kaufte das HausJoachim Mylius wieder und verkaufte es dann am 14. Januar 1609 anden Küchenmeister Johann Hoppe zu Kehna. Joachim starb zwischen1610 und 1620. — Er verheirathete sich mit einer Tochter von JoachimSperling auf Schlagstorf.
I) Kinder von Joachim von Mylius (von Milies). (3)
1) Gurt Joachim, früh gestorben.
4 2) Christoph Andreas, nannte sich, ebenso wie seine Nachkom-
men, »Milies« oder »von Milies«. Wahrscheinlich war er bei seines VatersTode minderjährig, da er erst am 12. Mai 1635 den Lehneid für das GutGädebehn leistete. Das Gut war nur klein und hatte früher nur auswenigen Bauernhöfen bestanden, von denen sich Andreas Mylius einenoder einige zum Wohnsitze für sich eingerichtet hatte. Im 30jährigenKriege waren nun die Bauern theils gestorben, theils davongelaufen unddie Gebäude alle eingeäschert. Christoph Andreas Milies machte daraufaus Mangel an Leuten das ganze Gut zu einem Meierhofe und liess dienöthigen Gebäude wieder aufführen. Beiläufig wurde darüber gestritten,ob das Gut Lehn oder Allod sei. Christoph Andreas Milies kommtnoch 1667 in den Akten vor. — Der Name seiner Frau ist unbekannt.
E Kinder von Christoph Andreas von Milies. (4)
5 1) Joachim Christoph. Er verkaufte das Gut Gädebehn am 7.
April 1687 an den MajorHans von Schack auf Rehagen für 6200 Gulden,nachdem ihm als nächsten Agnaten das Lehngut Frauenmark im Jahre1683 zugefallen war. Er starb am 1 7. April 1725 in Frauenmark und wurdedort am 1. August*) zusammen mit seinem Sohn begraben. •— Der Nameseiner Frau ist unbekannt.
2) Eine Tochter, getauft am 28. Juni 1664 in Gädebehn.
Einziges Kind von Joachim Christoph von Milies. (5)
6 Christoph Ulrich. Dieser letzte männliche Spross der Familie,
starb bald nach seinem Vater, nämlich am 30. April 1725, in Frauenmarkund wurde dort zusammen mit seinem Vater am 1. August*) desselbenJahres begraben. Mit ihm erlosch diese Familie im Mannesstamme.
*) Auffallend ist. dass nach den Kirchenbüchern von Frauenmark die beiden von Milieserst drei Monate nach ihrem Tode begraben worden sind.