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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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Peter Müller, Möller, Baumeister in Meissen, geb. um 1490. Er ^war verheirathet mit Gertrud Spengler aus einer der ersten Familien 1Meissens.

griechische

Kinder von Peter Müller (Möller). (1)

1) Andreas Müller (Möller), nannte sich bei dem kirchlichenAufgebot vor seiner Hochzeit (1551) zuerst Mylius, geb. am 30. November1527 in Meissen. Er besuchte zunächst die Rathsschule, dann 1544 dieeben errichtete Fürstenschule in Meissen, wo er Sclhder von MathiasMarcus Dabercusius und Georg Fabricius aus Strassburg war, pro-movirte 1546 in Leipzig als Baccalaureus und war 1547 in Wittenberg, inwelchem Jahre er wohl auch Magister wurde. Im demselben Jahre trafihn der damalige Herzog Johann Albrecht 1. von Mecklenburg-Giistrow,nahm ihn auf der Rückkehr vom Augsburger Reichstag mit sich nachSchwerin und am 9. November 1548 ohne eigentliche bestimmte Stellungund ohne festes Gehalt in seinen Dienst, in dem or bis zu des HerzogsTode blieb. So begann Andreas Mylius, eben erst zwanzig Jahre alt,im Dienste des Herzogs, welcher soeben auch erst 22 Jahre alt gewordenwar, eine Laufbahn, welche ebenso glänzend als einflussreich war.

Zunächst leitete er geradezu des Herzogs lateinische, später auchund biblische Studien und wechselte mit ihm eine zahlreiche,stets lateinische Correspondenz, dann übernahm er 1550 bis 1551 dieLeitung der Erziehung des jungen fürstlichen Bruders Christoph, beglei-tete 1552 den Herzog auf dem Heerzuge gegen den Kaiser bis Augsburgund scheint dann zunächst die Herzogl. Bibliothek verwaltet zu haben,deren Grundstock Johann Albrecht zu Mainz in seinem Quartier erbeu-tete. So der Studienrath des Herzogs, über alle Angelegenheiten mitredend,ohne Stellung, wurde er natürlich arg angefeindet am Hofe und geriethbei seines Herrn ständigem Geldmangel auch oft in grosse Bedrängniss.Er übersetzte auf Wunsch Johann Albrechts jetzt die Psalmen ausLuthers Deutsch ins Lateinische, die vom Herzog mannigfach corrigirt nochheute vorhanden sind, dann aber führte er die Correspondenz mit Preussen,dem Erzbischof von Riga und dem Könige von Polen wegen Annahmedes Herzogs Christoph als Coadjutor in Riga, und ging auch 1554 als Geschäfts-träger an den polnischen Hof nach Wilna.

Er besorgte ebenso die Correspondenz wegen der Heirath JohannAlbrechts mit Anna Sophie von Preussen und hielt bei dieser Ver-mählung zu Wismar die begrüssende Anrede an die Fürstlichkeiten. Am6. April 1556 gab dann der Herzog seinem Freunde eine feste Bestallungals »Hofrath«, was heute Gebeimrath oder Staatsrath heissen würde, nachdem Tode seines Rathes, des Ritters Joachim von Maltzan. Erst 1558stellte Mylius einen lateinischen Dienstrevers aus, 1569 erneuerte der Herzog

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