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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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*) Der später Geheimer Rath des Königs von Polen und Kurfürsten von Sachsen, sowieKurfürstl. Sachs. Ober-Steuereinnehmer und Kurfürst!. Sachs. Erbmarschaü wurde.

Candidat der Theologie seinen Grossvater mütterlicherseits Magister MichaelZech, damals Pastor und Adjunkt in Neumark, der 80 Jahre alt undschon sehr hinfällig war, im Kirchenamt und hatte nach seinem Tode vor,sich wieder dem akademischen Leben zu widmen. Aber während er dabeiwar, übertrug ihm Dr. Nebling (sein Landsmann und ein alter Freundseines Vasers), Sachsen-Merseburgischer Ralh und Präfekt von Delitzsch,die Aufsicht und den Unterricht seiner beiden Söhne, die für das akademi-sche Leben vorbereitet werden sollten, welchem Amt er auch ein Jahr undneun Monate lang, von Oktober 1715 bis Juni 1717, vorstand. Da jedoch

der Abgang dieser Jünglinge zur N||

Universität wider sein Erwartenverschoben wurde, ging er alleinwieder auf die Universität Jena.

Bald darauf wurde er von hiervon Dr. Lichtenhan, Leibarztdes Fürsten von Merseburg, zu-rückgerufen als Hofmeister desju ngen Barons J oh a n n es Lö ser*),des einzigen Sohnes seiner Familie,in Reinhertz. Diesen unterrichteteer von 1717 — 1721 und wurdemit ihm auf die Fürstenschule nachMeissen geschickt, um ihn dortauf die akademischen Studien vor-zubereiten. Auch nahm er mitihm an verschiedenen in Dresdenveranstalteten Festlichkeiten theil,so an den Hochzeitsfeierlichkeitendes Kurfürstlichen Erbprinzen vonSachsen, die 1719 in Dresden mitgrossem Pomp begangen wurde.

Im Jahre 1720 starb in Neumarksein Vater und er selbst wurdedurch einen expressen Boten nachHause zurückgerufen, weil ihmder Herzog von Sachsen-Weimar ~ "

ein kirchliches Amt anvertrauen wolie. Da er jedoch von seiner Abma-chung nicht so ohne Weiteres zurücktreten • wollte, so kehrte er um dieLeipziger Frühjahrsmesse zur Löserschen Wittwe in das KurfürstenthumSachsen zurück, die ihm schon vor seinem Weggang das üiakonat. in derProbstei Clöden, nicht weit von Wittenberg, angeboten hatte. So wurdeer, als Jenaer Student, von Dr. Chladenius aus den Abschnitten überdie Wiedergeburt, über das Innewohnen des Heiligen Geistes und die heiligeEinheit sowie über Artikel VII. und VIII der Augsburger Confession sehreingehend examiniit zur Erlangung des Diakonats der Probstei Clöden