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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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Kinder von Nathanael. (2)

1) Stephan, geb. in Gernrode, wurde am 10. Februar 1596 unterdem Rektorat von Professor Dr. Leopold Hakelmann an der UniversitätJena und am 2. März 1599 an der Universität Heidelberg immatrikulirt,und war um das Jahr 1624 Doktor der Medicin in Bernburg. SeinSohn Johannes, geb. in Bernburg, wurde 1632 an der Universität Jenaimmatrikulirt.

2) Bernhard, geb. in Gernrode, war 1601 Alumnus der Schulezu Walkenried (siehe »Eckstorm, Appendix ad Chronicon Walkenriedense,litt. Kkk«),

Kinder von Johannes. (3)

1) Johannes, Fürstl. Anhaltischer Amtmann auf Gröpzigk. SeineFrau war Sara Clara geb. Blumen.

2) Johann Martin, geb. in Walkenried, war 1593 Alumnus derSchule zu Walkenried.

3) Ernst, geb. in Walkenried, war 1593 Alumnus der Schule zuWalkenried, und wurde später Rektor der Schule zu Ellrich.

Kinder von Johannes. (4)

.1) Ernst, geb. 1599 in Cöthen in Anhalt. Er besuchte die Gym-nasien von Magdeburg und Braunschweig, sowie die Universitäten Witten-berg, Leipzig, Jena und Rostock. In Rostock hielt er 1623 unter Präsidiumvon Dr. Johann Affelmann eine Disputation »De lapsu primorumparentum«, nahm den 31. Oktober 1625 die Magisterwürde an undwurde Adjunkt der philosoph. Fakultät. 1629 machte er eine Reise durchdie Seestädte und in die nördlichen Provinzen und Königreiche und fandnamentlich in Schweden viele Gönner und Freunde. 1631 kam er wiedernach Rostock, setzte seine philosophischen Lehrstunden fort und erwarbsich Fähigkeiten in der Theologie und in den orientalischen Sprachen.1636 kam er nach Marburg, und da nicht lange danach durch den TodJakob Müllers die mathemat. Professur erledigt wurde, so erhielt erdiese Stelle 1637, starb aber bereits daselbst am 5. Januar 1641. Ausseiner 1637 mit Jakobine, Tochter des Handelsmannes Gerlach Beckergeschlossenen Ehe wurde ihm nur eine Tochter geboren.

Schon in Rostock hatte er an einer »Geographia Sacra« gearbeitet,die er in Marburg zu beendigen suchte, besonders da er durch den däni-schen Reichsrath Öliger Rosenkrantz in Briefen vielfach dazu ermuthigtwurde. Aber aus Mangel eines Verlegers und weil das Werk wegen dernothwendigen Landkarten und Kupfer einen grossen Aufwand erforderte,musste er es liegen lassen.

2) Christoph, war Gutsverwalter auf dem Nörtenliofe in Braun-schweig. Seine Nachkommen siehe Seite 216.