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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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9) Friedrich Carl, geb. den 11. September 1757 in Frank-furt a. M., gest. den 25. Oktober desselben Jahres.

10) Marie Margarethe, geb. den 1. Mai 1759 in Frankfurt a.M.,gest. ebendaselbst den 5.' Januar 1760.

11) Susanne Katharine, geb. den 3. Oktober 1761 in Frank-furt a. M., heirathete am 3. August 1795 den Dr. med. Johann GottfriedKolli in Frankfurt a. M. (geb. den 7. Oktober 1763 in Bamberg, gest.den 9. Juni 1813 m Frankfurt) und starb am 23. November 1830.

12) Simon Moritz, geb. den 22. Marz 1767 in Frankfurt a. M.,gest. ebendaselbst den 19. November 1773.

13) Heinrich, geb. den 14. März 1769 in Frankfurt a. M. Da 4seine Eltern in ziemlich beschränkten Verhältnissen lebten, so genoss erals Knabe nur den Unterricht einer Volksschule. Später, als die Schuljahrebeendigt waren, widmete er sich der kaufmännischen Laufbahn, die er abergleich vom ersten Beginn an mit unermüdlichem Eifer verfolgte. Schon

im neunzehnten Lebensjahre ward er in Italien Reisender für ein englischesManufa kturwaarengeschäft. Diu eh Sparsamkeit und rastlose Thätigkeit er-warb er sich bald ein kleines Vermögen. Der Hauptplatz seiner Geschäftewar Mailand, wo seine freundliche Bereitwilligkeit, Jedermann gefällig zusein, ihm die dauernde Achtung aller verschaffte, mit denen er in Verkehrtrat. Sein erstes Emporstreben blieb übrigens nicht ohne erschwerende Hin-dernisse; denn im Jahre 1796 verlor er bei der französischen BesitznahmeOberitaliens nicht blos einen grossen Tlicii seiner bereits erworbenen Habe,sondern musste auch, seiner geschäftlichen Verbindungen mit Englandwegen, lange Zeit in der Nähe von Mailand im Gefängniss zubringen.Erst die Verwendung seines Bruders, des Frankfurter Rathsherrn JohannJakob II vi i us, befreite ihn, da derselbe sich als einer der Abgeordnetenseiner Vaterstadt in Paris befand, um wegen Milderung der drückendenKriegscontributionen und Freigabe der abgeführten Geiseln zu unterhandeln.Aber für das ihm von den Franzosen und ihren Gehülfen geraubte Eigen-thuin erhielt er nie Ersatz, Bald blühte sein Geschäft in Mailand in soüberraschender Weise, dass er es in der Folge in ein Bankhaus von euro-päischem Ruf umgestaltete. Als sein einziger Sohn in jugendlichem Altervon 30 Jahren durch den Tod dahingerafft wurde, hatte der von gerechtemSchmerze tiefgebeugte Vater kein direktes Interesse mehr, sein grossartigesVermögen durch Anhäufung noch zu vermehren, und er bcschloss des-halb, einen nahmhaften Theil desselben schon bei Lebzeiten zu gemein-nützigen Zwecken zu verwenden. Dabei fasste er drei Hauptzwecke insAuge: 1) Die primäre Erziehung der Kinder niederer Volksklassen, 2) dieFörderung und Begründung solcher wissenschaftlichen Anstalten, derenUnterricht im kräftigen Jünglingsalter einen direkten Nutzen für das ganzeLeben bezweckt und 3) die Unterstützung hilfsbedürftiger Leute, sobaldihnen die Kräfte fehlen, für ihren Unterhalt selbst Fürsorge zu tragen.Von solchen Ansichten geleitet, stiftete er in Mailand eine auf der gross-artigsten Basis beruhende Freischule der Chemie, besonders mit Berück-sichtigung ihres Einwirkens auf Künste und Gewerbe; er gründete ferner an