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b) aus 2. Ehe.
7) Cliristhold, geb. den 1. November 1718 in Reichenbach bei 9Königsbrück. Er wurde Magister der Philosophie und erhielt 1749 dasDiakonat in Elstra, das schon sein Vater innegehabt hatte. Er hielt hieram Sonntag Exaudi seine Gastpredigt, am 2. Sonntag nach Trinitatis seineProbepredigt und am 5. Sonntag nach Trinitatis (6. Juli) 1749 seine An-trittspredigt. Am Michaelistage' 1759 übertrug ihm der Kammerherr HansErnst von Knoch, ohne dass er darum bat, das vacant gewordene Pastoratseines Geburtsortes. Hort hielt er am Sonntag Invocavit 1760 seine Probe-predigt, die Abschiedspredigt in Elstra am Sonntag Lätare und die An-trittspredigt in Reiciienbach bei Königsbrück am Sonntag Palmarum 1760.Bald jedoch entriss ihn der Tod seiner neuen Thätigkeit. Beim Ausspendendes Reiligen Abendmahles wurde er den 20. März 1703 in der Kirche vomSchlage getroffen und nmsste nach Hause getragen werden. Währendseiner Krankheit vertrat ihn ein verjagter preussischer Feldprediger, namensSchönbach, der aber sein Amt so schlecht verwaltete, dass der PatronKaminerherr Hans Ernst von Knoch auf Elstra bei der Neubesetzung derPfarre von ihm absah und den Magister Walther wählte. Magister Christ-hold Mylius starb in Reichenbaeh den 20. August 1763. — Er warverheirathet mit einer geborenen Iii Ibert. Hiese überlebte ihn mit einem Kinde.
! Zwillinge männlichen Geschlechts, die gleich nach der Geburt
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starben.
10) Christlob, geb. den 11. November 1722 in Reichenbach. Biszu seinem 17. Jahre*) wurde er von seinem Vater in christlicher Frömmig-keit und anderen Hingen, die Jünglinge zu lernen pflegen, unterwiesen,indem dieser ihm sprachlichen und wissenschaftlichen Unterricht ertheilte; abersein Fleiss war bis zu seinem 15. Jahre nicht nach dem Wunsche seinesVaters. Faul war er nie, aber das that er meistens weniger gern, was seinVater von ihm gelernt haben wollte. Schon in frühester Jugend übte aufihn die Naturlehre oder Physik die grösste Anziehungskraft aus. Bas grössteVergnügen des Knaben war es, zur Abendzeit die Sterne und den Mondzu beobachten. Immer beschäftigte er sich viel mit dem Kalender, undeinstmals schrieb er gewissenhaft ein volles Jahr hindurch die Aenderungdes Wetters von drei zu drei Stunden auf. Ausserdem »nahm er sichimmer was zu künsteln vor«, und vorzugsweise gern war er mit Uhrenbeschäftigt, soviel es die Kräfte seines zarten Alters zuliessen. Ein treuerGenosse hierbei war Christian Gottlieb Istrich, der Sohn des Reichen-bacher Schulmeisters Johann Istrich**); zwei Jahre jünger als Mylius, aberbereits Magister der Philosophie, der liebste Freund von Mylius. Schonim 12. Jahre war er der Lehrer seines Kameraden in der lateinischenSprache und beide setzten wechselseitig dieses Studium fort, bis Istrich
*) Die folgenden biographischen Notizen sind von Christlob Mylius selbst dem Ver-fasser der „ Historia Myliana" übergeben und haben also Anspruch auf grösste Zuverlässigkeit. Siesind möglichst in getreuer Uebersetzüng wiedergegeben.
**) Johann Istrich stammte aus Thielitz bei Görlitz und wurde den 30. März 1717 inReicbenbach Schulmeister.