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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
Entstehung
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Plane, die griechischen Institutionen des Theophilus, welche der berühmteViglius ab Aytta zuerst 1533 bei Proben, in Basel publicirt hatte, eingehendzu bearbeiten und schrieb die mehrerwähnte, aus sechs Capiteln bestehendeDissertation als «Einleitung»! Das nach dieser Einleitung vielversprechendeWerk kam jedoch wegen seines frühen Todes nicht zu Stande. Sein vor-zeitiges Hinscheiden wurde von den Fachgenossen als schwerer Verlustfür die Rechtswissenschaft beklagt, da Johann Heinrich Mylius zuden schönsten Hoffnungen berechtigte.

2) Gustav Heinrich, geb. den 20. Mai 1711 in Leipzig. Vom 13.März 1728 bis 24. Februar 1730 besuchte er die Landesschule zu Meissen,1732 wurde er Notar. Puhl. Caes., am 30. December 1734 Doktor beiderRechte an der Universität Leipzig, dann Advokat des Leipziger Ober-Hof-Gerichts und Consistoriums und 1743 Assessor am Schöppenstuhl zu Leip-zig. Er starb unverheirathet am 1. August 1747.

3) Philipp Heinrich, geb. den 24. Juli 1713 in Leipzig, gest. eben-daselbst den 2. Oktober 1722.

17 4) Ernst Heinrich, geb. den 14. Oktober 1716 in Leipzig. Er

wurde 1730 als Alumnus in die Fürstenschule zu Meissen aufgenom-men, bezog 1734 als Rechtscandidat die Universität Leipzig, 1737 Witten-berg, woselbst er bei dem Appellationsgerichtsrath Professor Di-. Menckenwohnte und neben dessen Vorträgen namentlich jene Leyser's hörte. ZuOstern 1738 disputirte er in Leipzig als Baccalaureus, am 2. April 1739als Doktor beider Rechte und hielt sodann an letzterer Hochschule juris-tische Vorlesungen, bis er 1741 als Privatlehrer der Rechts- und Staat.s-wissenschaft nach Berlin zu drei württembergischen Prinzen berufen wurde,welche sich behufs höherer Ausbildung dort aufhielten. Als der älteste derPrinzen, der bisher unter Vormundschaft gestandene Herzog Karl Eugen(der nachmalige Gründer der bekannten Karlsschule) 1744, von KaiserKarl VII. für volljährig erklärt, die väterliche Regierung antrat, ging Myliusmit ihm als Mitglied der herzoglichen Regierung nach Stuttgart, wurde1745 gelehrter Beisitzer des Hofgerichts in Tübingen, weiter auch Kriegs-rath, Regierungsdeputatus beim Oberhofmarschallamte und Wittumsrath derHerzogin Wittwe. Bei Hofe beliebt, stieg er von Stufe zu Stufe, erhielt 1759den Titel eines wirklichen Geheimraths und war später württembergischerGesandter am Hofe zu Wien. Am 28. Juli 1768 wurde er von KaiserJoseph mit dem Beinamen eines Edlen «von Ehrengreif» tax- undstempelfrei in den erblichen Reichsritter- und Adelsstand erhoben.(Ueber das Wappen vergl. Seite)7 Nr. 3.). Er starb in Stuttgart am 20. Januar1781. — Am 26. Mai 1744 verheirathete er sich mit Benedikte Elisa-beth, Tochter des Hof-Kammerexpeditionsraths Aegidius Böhm in Stutt-gart. Diese starb in Stuttgart am 2. Juni 1792.

5) Sophie Henriette, geb. den 29. December 1723 in Leipzig,gest. ebendaselbst den 18. August 1719.

6) Henriette Regine, geb. den 27. Juli 1723 in Leipzig.

7) Friedrich Heinrich, geb. den 24. December 1725 in Leipzig.