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2) Melchior Friedrich, geb. den 19. August 1661 in Halle, gest.ebendaselbst den 28. April 1663.
3) Dorothea Elisabeth, geb. den 27. Februar 1664 in Halle, gest.ebendaselbst den 20. April desselben Jahres.
4) Johann Friedrich, geb. den 22. December 1665 in Halle, gest.drei Tage nach der Geburt.
5) Dorothea Sophie, geb. den 28. März 1669 in Halle, gest.ebendaselbst den 9. Februar 1685.
6) Clara Elisabeth, geb. den 11. März 1672 in Halle, heiratheteden 25. Oktober 1692 Mag. Johann Georg Francke, Pastor und Archi-diakonus an der Frauen-Kirche in Halle, sowie Kgl. Preuss. Consistorialrat.il(geb. den 19. Januar 1669, gest. den 29. Januar 1747).
7) Gottlieb Friedrich, geb. den. 7. April 1675 in Halle. Er warAdvokat beider Hechte, Ober-Actuarius oder Schoppen Schreiber bei demKurfürstl. Sachs. Gerichtshof in Leipzig und Sekretär des Königs vonPolen und Kurfürsten von Sachsen. Er starb in Leipzig am 6. August1726. — Er verbeirathete sich 1700 mit Johanne Christiane, Tochtervon Dr. Johann Friedrich Scipio, Erbherrn in Zwei-Naundorf bei Leipzig.Die Ehe hlieb kinderlos.-—Gottlieb Friedrich machte sich durch einigemineialogisch - paläontologische Publicationen bekannt; z. B. »MemorabiliaSaxoniae subterraneae« 2 Theile 1709 und 1718, dann »Museum seu cata-logus rerum naturalium et fossilium tarn exoticarum quam domesticarum«Leipzig 1716. Letztere Schrift ist nur ein Verzeiclmiss von Mineralien,Steinen, Versteinerungen und einigen Curiositäten seiner grossen Sammlungin mehr als 5000 Exemplaren, welche Mylius zum Verkauf stellte, währendderselbe im ersteren Werke »des unterirdischen Sachsens seltsame Wunderder Natur« beschreibt und in vielen Bildern zur Darstellung bringt. Be-merkenswerth sind darunter besonders die Fischreste aus dem Kupferschieferaus dem Eisleben'schen mit Angabe der aufeinanderfolgenden Gebirgs-schichten, dann die Pflanzenreste des Manebacher Kohlengebirgs mit Anthra-cosien und die Muschelkalkversteinerungen aus dem Suhlischen. AuchDendriten werden abgebildet und als Bäunichen bezeichnet, obwohl derVerfasser auf die Aelmlichkeit mit den Eisblumen an den Festern hinweist.Bezüglich der Perlen der Flussmuscheln äussert er die Ansicht, dass die-selben Eier der Muschelthiere seien.
8) Christian Otto, geb. in Halle den 21. September 1678. Nach-dem er einige Semester an der Hochschule seiner Vaterstadt Philosophieund Jurisprudenz gehört hatte, ging er zur Fortsetzung seiner rechts-wissenschaftlichen Studien 1698 nach Leipzig^ wo er 1701 das Baccalau-reat erwarb. Im Jahre 1699 promovirtc er zu Halle unter Stryks Vorsitzzum Doktor jur. Seit 1703 hielt er an der Hochschule juristische Vorträgeund trat bei der damals noch in Halle befindlichen Regierung und demConsistorium als Sachwalter auf, bis er 1706 vom Hallenser Magistrat zumSyndicus und Scholarchen erwählt wurde. Vermöge dieser amtlichenStellung hatte er Zutritt zu dem auf dem Rathhause befindlichen Archiv