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Auf literarischem Gebiete war Mylius nicht ohne Erfolg thätig;so verfasste er von 1678—97 gegen 40 Dissertationen meist civilistischenInhalts und schrieb für seine Zuhörer ausser einer »Manuductio in Uni-versum jus« »Nucleus institutionum« (1680, 124, 1691 und 92), Nucleuspandectarum (1691, 124) und Nucleus proc. judiciarii (1692, 124), woriner die Quintessenz dieser Kechtsdisciplinen vortrug. — Ausserdem beschäf-tigte er sich mit der Herausgabe der Werke Dritter, die er mit Vorredeund Anmerkungen begleitete. So besorgte er die Herausgabe der »Tractate«des seiner Zeit hochgeschätzten aber bald vergessenen Giessener KanzlersJohann Otto Tabor (Taboris Tractatuum vol. II, 1688, Fol., u. 1718); sodannNeuautlagen der 1638 in Frankfurt erschienenen »Jurisprud. forens. saxo-ronian.« des Bened. Carpzov (1684, 1694, 1703, 1721 in Fol.) und der»Paraphrasis instit. Justin.« des Paul de Fuchs (1701), welches Werk schon1671 in 4 0 und 1684 verlegt worden war. Auch zu »Quir. SchachersColleg. pract. 1678« verfasste er Noten und wurde das Buch nach demTode von Mylius mit dessen und Anderer Anmerkungen bereichert 1724in 4£ neu aufgelegt.
2) Abraham, geb. den 16. September 1653 in Eilenburg, gest.ebendaselbst den 25. September 1653.
9 3) Friedrich, geb. den 5. Februar 1655 in Eilenburg. Er besuchte
die Fürstehschule in Grimma vom 5. Juli 1670 bis 21. März 1672 undwar später Bürgermeister und Kirchenvorsteher in Eilenburg, wo er am6. Juni 1722 starb. — Am 27. Mai 1677 verheirathete er sich mit Bar-bara Katharina, Tochter des verstorbenen Physikus an der Fürsten-schule in Grimma Dr. Gottfried Buxbaum. Diese starb in Eilenburgden 19. NoA r ember 1725 im Alter von 62 Jahren.
4) Katharina Elisabeth, geb. den 5. Oktober 1659 in Eilenburg,
gest. den 2. November desselben Jahres.
II Kinder von Heinrich Otto. (7)
10 1) Johann Heinrich der Aeltere, geb. den 8. September 1659
in Halle a. S. Erst 17 Jahre alt, wurde er 1676 von seinem gelehrtenVetter Andreas Mylius (1649—1702) zu Leipzig in die Rechtswissen-schaft eingeführt, im September 1679 zu Erfurt Baccalaureus, am 27. April1682 zu Leipzig Doctor beider Recbte.
1680 hatte er eine grössere Reise nach Holland angetreten undwidmete sich nach der Rückkehr 1681 der Anwaltspraxis. 1699 wurde er Asses-sor bei der Juristenfakultät in Leipzig, 1709 Aeltester am dortigen Schöppen-stuhle, 1712 nach Niederlegung der Advokatur kurfürstl. sächsischer Appel-lationsgerichtsrath. ■— Er starb in Leipzig am 2. November 1722, im Altervon 64 Jahren.
Am 26. Nov. 1682 verheirathete er sich mit Maria Magdalena,der einzigen Tochter zweiter Ehe des 1681 verstorben Prof. und sächs.