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geheimen Raths und Almosenanäs-Direktors Andreas Spanfelder. Sie waram 13. September 1585 in Regensburg geboren und starb dort am 25. Mai 1649.
11) Judith, geb. den 22. December 1591 in Jena, heirathete am24. Oktober 1608 in Magdeburg den damaligen Magdeburger AdvokatenSimon Wiprecht, der später Doktor beider Rechte und Hof-Gerichts-Advokat in Jena wurde, und dort den 18. Februar 1653 starb. Sie selbststarb 1636 in Kranicbteld.
12) Antonius, geb. den 3. März 1593 in Jena. Nachdem er in 6der ersten Jugend von dem Hauslehrer Mag. Nikolaus Rebhan unterrichtetwar, vom fünften Jahre an die Stadtschule in Jena, und von 1603 andie von Wittenberg besucht hatte, begann er 1607 die Vorlesungen ander Universität Wittenberg zu besuchen (im Januar 1602 wurde er be-reits unter dem Rektorat seines Vaters an der Universität Jena immatri-kulirtl). Nach dem Tode seines Vaters (1607) blieb er zunächst beiseiner Mutter, und als diese sich 1608 wieder verheirathete, kam er indas Haus seines Vormundes Prot, theol. Dr. Leonhard Hutter. Zuersthörte er die Vorlesungen v. Mag. Adam Theodor Siber, Prof. der Oratorik,Mag. Jakob Martin, Mag. Erasmus Schmidt und Mag. Erasmus Zollner, unterdessen Leitung er auch eine Rede über den »Sieg Davids über Goliath«hielt. Dann, 1609, begann er auch die theologischen Vorlosungen von Dr.Hutter und Dr. Bakluinus zu besuchen und erhielt vom Herzog von SachsenChristian II. auf tünf Jahre ein Stipendium von jährlich 40 Gulden. Am19. Februar 1614 vertheidigte er als Respondent unter dem Vorsitz vonProf. theol. Dr. Polycarpus Lvser die erste der theologischen Disputationenvon Dr. Lyser »De Deo uno et trino« im Hinblick auf den ersten Artikelder Augsburger Confession. 1614 erbat und erhielt er vom Grafen CarlGünther und seinem Bruder Ludwig Günther, Grat von Schwarzburg undHohenstein etc. ein Jahresstipendium von 30 Gulden, da diese währendihrer Studienzeit in Jena bei seinem Vater Dr. Georg Mylius gewohnthatten. 1615 wurde ihm das herzogliche Stipendium von 40 Gulden aufdrei Jahre verlängert und in demselben Jahre erhielt er an zweiter Stelle unter42 Canditaten die Würde eines Magisters der Philosophie. 1616 wurde erfeierlich in die Zahl der Adjunkten der philos. Fakultät an der UniversitätWittenberg aufgenommen und bald darauf hielt er öffentlich für den be-rühmten Wittenberger Professor Adam Theodor Siber die Leichenrede.1617 lebte er eine Zeit lang an der Universität Leipzig und reiste dannnach Dresden, als Kaiser Matthias IL, der König von Böhmen Ferdinand,der später zum Kaiser gewählt wurde, und Erzherzog Maximilian vonOesterreich den Kurfürsten von Sachsen in Dresden besuchten. 1618 begab
er sich an die Universität Jena, wo er bei seinem Bruder Dr. Georg Myliuswohnte, und in demselben Jahre hielt er seine zweite öffentliche Predigt inLichtenhain bei Jena, nachdem er die erste in der St. Anna-Kirche inMagdeburg gehalten hatte. 1619 wurde er in die Zahl der Adjunkten derphilosoph. Fakultät in Jena aufgenommen und hielt öffentlich verschiedenephilosophische Disputationen, die sich meist in seinen »Lueubrationes Acade-. rnicae«, die er 1655 herausgab, finden. Bald darauf wurde ihm vom Fürsten