3) Barbara, geb. den 1. Juli 1578 in Augsburg, heiratliete am20. Oktober 1595 in Jena den Prof. Jur. Dr. Ortolph Pomann denAelteren, der Wittwer war. Sie hatte mit ihm eine Tochter und dreiSöhne (von denen Ortolph Fomann der Jüngere als Professor Jur. am12. Mai 1635 in Jena und Jacob F. als Hof-Gerichtsadvokat am 17. Febr.1637 ebendaselbst starb). Dieser starb am 19. Mai 1634, Barbara Myliusselbst am 15. Mai 1637 in Jena.
4) Dorothea, geb. den 6. Februar 1580 in Augsburg, gest. den31. Juli desselben Jahres.
5) Gabriel, geb. den 26. November 1581 in Augsburg. Im Winter-semester 1593 wurde er unter dem Prorektorat von Prof. Dr. theol. Am-brosius Reuden an der Universität Jena immatrikulirt und am 4. Juli 1597Baccalaureus der Philosophie. 159.9, noch nicht 18 Jahre alt, erhielt er dieWürde eines Magisters der Philosophie, und in demselben Jahre, am6. August, vertheidigte er öffentlich als Respondeht unter Präsidium vonMag. Ursinus die 6. Disputation von des Ursinus »Quaestiones illustresphilosophicae«. Diese Disputation erschien in Jena 1599 in 1 1 / 2 Bogen 4",Nun wurde er von seinem Täter von Jena auf die Universität Wittenberggesandt und den dortigen Professoren der Theologie warm empfohlen, derenVorlesungen er auch sehr fleissig besuchte. Dort entschlief er sanft den 11.März 1601 im Hause des Prof. theol. Dr. Leonhard Hutter, bei dem er wohnte.Als er seinen Tod herannahen fühlte, bat er Dr. Hutter, in seinem Namenseinem Vater in Jena vielen Dank zu sagen für die christliche Erziehung undUnterweisung und alle die väterlichen Wohlthaten, die er von ihm in soüberreichem Maasse empfangen hätte, und als er von Dr. Hutter ermahntwurde, dass er seinen Glauben auf Jesus Christus setzen sollte, antworteteer: »Ich weiss ja keinen andern Helfer, denn nur Jesum Christum, meinenHeiland, in desselbigen Glauben und Vertrauen will ich von hinnenscheiden !«*)
Die von Dr. Aegidius liunnius für ihn über Off. Johann. Kap. 14:»Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben etc.« gehaltene Leichenredefindet sich in seinen »Conciones funebres«, Wittenberg 1605 in 4L, Theil I,S. 509 bis 523.
6) Katharina, geb. d. 18. Januar 1583 in Augsburg, heiratbete1600 Mag. Georg Müller aus Erfurt, Stadtschreiber und Svndicus inHerzberg a. d. Elster (siehe auch Anhang unter »Georg Müller [Mylius]aus Erfurt«). Nachdem ihr Mann 1627 gestorben war, zog sie auf Wunschihres Bruders Georg des Jüngeren am 20. Aug. 1630 nach Jena, um beidiesem, der Wittwer war, das Hauswesen und die Erziehung der Kinder2 Jahre lang zu besorgen. Sie starb am 26. August 163.5 in dem Hauseihres Schwiegersohnes Christoph Kummer (s. Anhang).
b) aus 2. Ehe.
7) Georg der Jüngere, geb. den 1. Februar 1586 in Wittenberg. 4Er studirte an den Universitäten Jena und Wittenberg. In Jena wurde erunter dem Rektorat seines Vaters Dr. Georg Mylius im Januar 1596
*) S. Gottfried Feinler's „Theatrum Morientium," Kap. 34, S. 206 u. ff.