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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
Entstehung
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Ueber die ältere Genealogie vergl. die Stammtafel S. 14.

1) Balthasar Möller, Bürger und Böttcher in (Beiz. Der Nameseiner Frau ist unbekannt.

Sohn von Balthasar Möller.

Valentin Möller, der sich später Mylius nannte. Ei lebtezunächst in Kelbra und war dann Pastor in Eiebenrode in Thür., wo er am30. Oktober 1562 starb. Verheirathet war ei mit Anna Sachs, die 7 Tagevor ihrem Manne, also am 23. Oktober 1562, starb (doch wird auch ange-geben, dass der Mann am 23., die Frau am 30. gestorben sei).

In der Grabschrift des Valentin Mylius heisst es unter Anderem :Hie Valentinus Myliorum dormio lampas,

Qui Christi in terris praeco fidelis erat .und über seine Frau:

»ITnanimes veluti vixerunt foederi lecti

Sic quoque concordes juneta sepulehra tenent.

. honores

Celbra, pio requiem Celbra precare seni«.

Kinder von Valentin Myliu s.

1) Johannes,*) geb. in Liebenrode. Er besuchte die Schule zuIlfeld, wo er ein Schüler des berühmten Dr. Michael Neander war, undwurde am 11. Juli 1567 an der Universität Wittenberg, sowie im Januaroder Februar 1568 an der Universität Jena immatrikulirt. Bald daraufwurde er Doktor der Philosophie und beider Beeilte und in demselbenJahre (1568) erhielt er die Anstellung als Professor extraordinarius dergriechischen Sprache an der Universität Jena. Es wird manchem un-wahrscheinlich erscheinen, dass er in demselben Jahre als Student imma-

*) Ueber sein Vaterland sagt Mag. Adrian Beier, Arohidiakon in Jena, in seinemNomen-clator Professorum Philosophiae Jenensium", Jena 1659 in 12° (Anhang vonSyllabus Rectorum etProfessoruni Jenensium"), S. 989 u. 990 Folgendes:Wie über das Vaterland des Homer sieben grie-chische Städte stritten, so auch streitet man sich über die Vaterstadt dieses Mylius". Mag. MichaelNeander, der ihn in seinerBescriptio Orbis terrae" Tlieil I S. 184 unter seinen hervorragenden Schü-lern nennt, sagt, er stamme von Kelbra oder Celbra, Mag. Samuel Walther inRhapsodicus P. P.Jenensium Catalogus" nennt ihn einen Pferdtesheimenser, Mag. Joli. Weitz aber spricht von ihmin seinemElogium Poötarum" bald als von einem Kclbrenser, bald als von einem Liebenrodenser.Aber diesen Streit über seinen Geburtsort kann Mylius selbst schlichten, denn er wird nicht nur inder Jenaer Universitätsmatrikel von 1568 ausdrücklich,, Liebenrodensis". genannt, sondern er sagt auchin seinen Schriften hier und da ausdrücklich, dass Liebenrode in Thür, seine Heimath sei.

Geschichte der Familien Mylius.