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Da der Name Zabeltitz in der vbrngcgcbencn Erklärung durchausauf die territoriale Lage Paßt, so ist mit Sicherheit anzunehmen, daßdie Familie vom Orte de» Namen entlehnt Hab
Ein Zweig der Familie und zwar die Topper'schc und NiederwitzerLinie änderte am Ende des 16. Jahrhunderts*) den alten Namen in „vonZobeltitz, Zobel von Zabeltitz und Zobel von Zobeltitz" um, Mitte des18. Jahrhunderts nahmen auch einzelne Personen des NiederlausitzerZweiges diese Namcnsvcründerung an, und noch heute nennen sich dieZugehörigen der Linien auf Selchow, Spiegelberg, Gußtau und Gleiuig„von Zobeltitz".
Im thüringischen Idiom werden die Vveale „a" und „o" so unreingesprochen, daß eine Verwechselung beider mit einander vielfach vorkommt.Die nahe Verwandtschast beider Laute geht auch daraus hervor, daß dasaltdeutsche „ahne" im mittelhochdeutsch „ohne" gesprochen wird, undumgekehrt lautet eine bekannte Redensart „Manlaffen — statt Maul-vffen — seilhalten", ebenso wird „Athem" und „Odem" gleichbedeutendgebraucht.
Indes; ist jene Aendcrnng des Namens „Zabeltitz" in „Zobeltitz" nichtdurch einen langsamen und unabsichtlichen Uebergang des einen Vocallantesin den andern zu erklären, sondern wol als eine willkührliche Spielereizu erachten, ans dem Bestreben hervorgegangen, den Geschlechtsnamcndem Familienwappen anzupassen, wobei diejenigen, denen zuerst jeneAenderung beliebte, vielleicht von der verkehrten Ansicht ausgingen, daßder Helmschmuck einen Einfluß auf den Namen geübt und dieser seinenUrsprung jenem zu verdanken habe,**)
*) Die Kirchenbücher von Topper fuhren von 1582 an die dortigen Besitzer als„ehrendeste und gestrenge Juncker von Zabeltitz" au. (Nach König war schon 1-170 einv. Zobcltitz Kainiueriunker am Hofe zu Cvln a. d. Spree.)
**) Die Familie von Rvtenhan hieß ursprünglich Rollenbahn, Erst in spatererZeit mit Rücksicht auf ihr Wappen änderten sie den alten Namen in Rvthcnhahn oderRotlenban um.