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Chronik der Familie Baldamus : Versuch e. Familiengeschichte
Entstehung
Seite
150
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jizp Das Pfarrhaus zu Mansfeld uud der Generalsuperintendcnt iu Lisleben.

(!) der Thränen Post! die aus Luthers Stadt(!)hr und Hertz durchdringt, und erschrecket hat.

Denn da hat der Tod Zions Haupt geschlagen,Welches jedermann hertzlich wird beklagen.

Unser Airchen Licht löscht der Tod uns aus.

Unser Pfeiler sinkt in das Moder Haus,

Zious Aron und Schmuck ist dahin gefallen!

Nichts als U)ch und Ach kan die Zunge lallen.

Weine Priesterschafft! Deine Lieb erblaßtDie dir tragen half deines Amtes Last,

Weine bitterlich mit der Zahl der Frommen.

Dein Baldamus ist dir zu früh entnommen,

Hüll in Trauer Flor dein sonst frölich Haupt,

Da des Todes Hand dir dein Haupt geraubt,

Geh in Finstern her, da dein Licht ausgehet,

Und dein Pfeiler nicht mebr im Glantze stehetLeg ab deinen Schmuck, da die Arone fällt,Die uns werther war als der Schmuck der Welt,So lang uns noch G(!)tt wird das Leben schenken,Woll'n wir ehrenvoll Deiner stets gedenken.

Deine Gottesfurcht, Deine Lieb und Treu,

So der Soune gleich alle Morgen neu,

Deine Freundlichkeit, Dein Holdseelig Wesen,

Wird die Nachwelt noch, GGtt zum Preiße lesen.Der GGtt alles Trostes, voll Barmherzigkeit,Tröste Zion dich nach dem harten Leid,

Schenk dir einen Mann, der Baldamo gleichet,Daß der rechte Zweck werd in G(!)tt erreichet.

Auch dein mattes Hertz, Hochbctrübtc Frau,

Stärke und erquick Gottes Gnaden Thau,

Schlägt GGtt an den Anauf, das die Pfosten beben,Wird er auch mit Trost dich aufs neu beleben.

GGtt, der Dich schon osft in viel Areutz geübt,Und auf manche Art ziemlich hart betrübt,

Wird auch standhafft Dir dieses helffen tragen,

Weine denn nicht mehr, und laß ab von Alagen.Blicke, Wertheste! auf das edle Paar,

Das mit zugehört zu der Priester Schaar,

Dis ist ja ein Trost mit in Deinem Leide,

GGtt erhalt es nur lang zu Deiner Freude,Und erquicke es bei so großen Fall,

Das es süßen Trost schmecke überall,

Da ihr Vater Hertz wird ins Grab geleget;

Bleibe Gottes Hertz in ihr Hertz gexräget

Wenn wir Waysen sind, will GGtt Vater seynLr versorgt uns wohl, er beschützt allein,

Darum nur getrost! Wenn die Väter schlafen,

Bleibt GGtt selbst der Hirt bey uns seinen Schaasen.