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Sammlung von Regesten zu einer Familien-Geschichte der Herren von Alten : 1182 - 1600
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Ao. 1474. Die Gebrüder Brüning, Lübbert und Tönnies von Alten, Ritter Curd'sSöhne, einigen sich mit Bischof Henning zu Hildesheim dahin, dass er ihnen für2500 Gulden das Schloss Goldingen für die folgende Ostern einräumt, dagegen die For-derung, wofür ihnen ein Antheil an der Ruthe verpfändet gewesen, auszahlen will,wogegen sie diesen Antheil zurückgeben. Der Bischof soll ihnen 400 Morgen vor Gol-dingen mit Hafer und Gerste bebauen. Wenn der Bischof die obere Burg zu Coldingenaufmauern will, sollen die von Alten Kost und Zehrung dazu hergeben, das Bauholzmuss der Bischof schlagen und herbeischaffen lassen. — Falls Martin von Alten dieG00 Gulden, die er in Coldingen stehen hat, den Gebrüdern von Alten abtreten will, soräumt ihnen der Bischof auch für diese Summe ein Pfandrecht an Goldingen ein.

1474, Thomae, den 21. December.

Nach der Original-Urkunde imKönigl. Archive zu Hannover, Coldingen, No.l2u. 13.

Ao. 1477, Die Gebrüder Brüning, Lübbert und Tönnies von Alten verkaufen wieder-käuflich an Bartold von Hohnhorst ihren ganzen Zehnten zu Rethen und 4 HufenLandes mit einem Meyerhofe und einer Schäferei in Rethen, welches Bartold Stupel zurZeit bewohnt. Für diese Güter hatten der von Alten Aeltern von des von Hohnhorst.Aeltern 800 Rhein. Gulden geliehen. Bischof Flennink von Hildesheim giebt als Lehnsherrseinen Consens in demselben Briefe.

1477, am dinsdage in der hilligen paschen weken, den 8. April.

Nach der „Abschrift von 79 Urkunden" im Archive zu Wilkenburg, p. 24. — Cfr.Urkunde im Archive zu Goltern, Convolut B.

Ao. 1477. Martin von Alten leihet dem Rathe zu Hannover 300 Rhein. Goldgulden, mit

dem Vorbehalt, dass denen von Alten und denen von Heimburg die Disposition beider Vertheilung der aufkommenden Zinsen vorbehalten bleiben sollte, jedoch so, dassdem Nicolai-Hofe der dritte Theil dieser Zinsen jedesmal zukäme.

1477 u. 1479.

Nach einer Abschrift im Archive zu Goltern (wohl aus dem städtischen Archive zuHannover gezogen).

Ao-1478. Knappe Martin VOn Alten hat seine Burgstette auf der Burgstrasse zu Hannover

wiederkäuflich an den Vicarius von St. Georgii für 30 Gulden mit Bewilligung seinerVettern Brüning, Lübbert und Tönnies von Alten verkauft.

1478, heil, drei Könige, den 6. Januar.

Nach der Abschrift zu Goltern, Convolut C No. 7.

Ao-1478. Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig und Lüneburg belehnt die

Gebrüder Brüning, Lübbert und Tönnies von Alten mit G Hufen zu Gledingen,2 Hufen, welche die von Soyde (Soden) gehabt, 3 Hufen zu Sperse vor Gerden, 4 Hufenzu Werbeke, 4 Hufen zu Lathusen, eine Hufe daselbst, eine Hufe zu Lünde, ferner denHof zu Pattensen, 6 Morgen und einen Acker auf der Gerborsteider Felde, 2 Flufen beidem Pole nächst bei Hans Kniggen Kamp, '/ 2 Hufe und 1 Morgen vor dem Steindor,die Focke hatte, ein Haus zu Lunde, das Arend Bermann und Heinrich sein Sohn hat,Alles in der Maasse und Weise, wie es Heinrich Knigge, Heinrichs Sohn gehabt hatte.

1478, am Sonntage nach unserer lieben Frauen Tage nativitatis, den 13. September.

Nach der Urkunde im Archive zu Goltern, Convolut B No. 1. — (Wegen Spersecfr. Zeitschr. des hist. Vereins f. Niedersachsen 1862, p. 182.)