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Felicie Eggers (Bd. I s. 79, Bd. II S. 38), vermählt zu Hannover mit dein Raiserl.Oberpostsekretär a. D. Bruno Haub.
Willfelln Eggers (Bd. I s. 87, Bd. II s. 38) lebt als Rentier zu Grünau bei Berlin.
Arnold Eggers (Bd. I s. 87, Bd. II s. 38), Großherzogl. Baumeister, trat aus demStaatsdienst am I. Zuli 1888 und wurde technischer Beamter der Brandversichcrungs-Bereiniqung derStädte Mecklenburgs. Zn dieser Vertrauensstellung, mit dem Titel Baudirektor, lebt er zu Güstrow i. M.Arnold Eggers ist alter Herr des Torps Saxonia^) in Hannover. Gr ist vermählt seit 15. Juni 1888mit Martha, geb. Fensch. Der Ghe entstammen:
1) Walter Arnold Ludwig Karl Fritz, geboren zu Güstrow 9. Juni 1889, Gymnasiastin Güstrow,
2) Anne-Marie Dorothea Friedericke wilhelmine, geboren daselbst 11. September 1892,
3) Margaretha Gmma Johanne Auguste, geboren zu Güstrow 31. Juli 1900.
Hevinann Aonrad^) Eggers (Bd. 1 S. 87, Bd. II S. 39), Oberstleutnant a. D. zu Lübeck.
Von Mitte August bis Gnde Oktober 1887 nach Bremen kommandiert zur Ausbildung einer Grsatzrescrve-KompagnieM) kehrte ich von dort in mein altes Dienstverhältnis beim 2. Bataillon nach Harburg,zur 5. Kompagnie zurück. Am 22. März 1888 erfolgte meine. Ernennung zum Hauptmann und Ghefder 9. Kompagnie in Stade, nachdem ich fast 17 Jahre Lieutenant gewesen war, eine ganz ungewöhnlichlange Zeit. wer hätte von uns allen, die wir zum Kriege oder während desselben in den Dienst traten,geglaubt, daß wir so lange würden warten müssen. Es war zu lange und eine Zeit harter Prüfung.Der alte Kaiser Wilhelm, der im hohen Alter, siegreich in großen Kriegen, dem deutschen Volke seineTräume verwirklichte und ihm die Einheit gab, war einer der edelsten Männer, die je Throne innehatten.Eine seiner größten rein menschlichen Tugenden war auch seine Dankbarkeit gegen alle die Werkzeuge,die ihm so namenlos Großes erringen halfen. Er konnte sich nicht trennen von seinen alten Waffen-gefährten, seinen alten Generalen und Kommandeuren. So sind viele der alten Offiziere gehalten wordenin ihren Stellungen, die weder felddienstfähig waren noch große Geister, wir Jungen aber kamen nichtvorwärts; zumal das Avancement nach großen Kriegen immer stockt, da auch in den mittleren StellungenOffiziere sind, die früh, das heißt jung, infolge der Verluste zu ihnen gelangten. Für mich war es einGlück, daß ich die 17 Jahre zum größern Teile außerhalb der Front zubrachte durch Kommandos undauch durch mancherlei Abkommandierungen, wie beispielsweise zu den Ersatzkompagnien, eine Zeit, die mirneben Anerkennung für gute Leistungen, die völlige Selbständigkeit eines Kompagniechefs brachte. Sotrat ich trotz meiner langen Dienstjahre frisch und mit Lust in die neue Stellung, mit dein festen Vorsatze,das möglichst zum Major einzuholen, was ich in der Leutnantszeit an Lebensjahren zuviel verbrauchthatte. Es ist mir gelungen, wenigstens teilweis. Bevor ich jedoch die schönen und angenehmen Jahreals Hauptmann schildere, will ich einen Rückblick werfen auf die Harburger Zeit. Harburg an der Elbe,fast Vorstadt des alten, mächtigen Hamburg, besonders nachdem feste Brücken an Stelle der Fähre dieElbufer verbinden, war und ist eine Fabrikstadt. Der Ort selbst ist unschön. Eine eigentliche Gesellschaftgab es kaum, außerhalb des Offizierkorps, denn der Harburger wohnte entweder in Hamburg und hatte seinGeschäft in Harburg oder umgekehrt. Und doch haben wir Beziehungen angeknüpft mit einigen Familien, diein Harburg wohnten, Hastedt, Scharf, Goeschen, Schünhoff^), (Mendorfs. Der Amtsgerichtsrat von Mendorfsstand als junger Beamter mit meinem Vater in Zeven, seinen Sohn traf ich in der 4. Division alsMajor und Kommandeur der Grenadiere zu Pferde, wir haben während des Aufenthaltes in Harburgin lebhafter Beziehung gestanden zu Eltern und Schwiegereltern durch Besuche und Gegenbesuche, haben
2°) Siehe die Gedichte im Anhang.
Mein Taufschein lautet: Konrad Hermann. Hätten mir meine Litern den Rufnamen Konrad gegeben, wäreich in der direkten Stammfolge Konrad IV. Dieses versehen ist jetzt gleichgültig, da ich keine Söhne habe.
Die Lrsatzreseroc wird jetzt nur zum Kriege, gelegentlich einer Mobilmachung, eingezogen. Die Ausbildungder Ersatzreservo-Kompagnien damals im Frieden war eine Maßnahme, angeordnet zur Erhöhung der Zahl der waffenkundigenMannschaft, hervorgerufen durch die nach 1870/71 immer noch unruhigen, reoanchelustigen Franzosen.
") Geueralsuperintendent und Konsistorialrat, Studienfreund meines Gnkels August.