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Zeuge er war. Aber nicht nur seine Kriege, die Berührung mit Truppen anderer Mächte, Österreich,Frankreich, seine Reisen nach Algier, Italien, in die Länder der Krone Habsburg gaben ihm Stoff zuglänzenden Schilderungen. Aus den alten patriarchalischen hannoverschen Verhältnissen, aus den Beziehungendes Königs zu seiner Armee, aus dem gesellschaftlichen Leben der kleinen und größeren Garnisonen H, inwelchem er durch seine Talente eine Rolle gespielt hatte, aus den persönlichen Beziehungen zu Goeben,Taprivich) Graf RoonF) zu Tupont des LogesI) Bischof von Rietz, zu seinen Offizieren, die ihnschätzten und verehrten, denen seine jugendfrische, lebendige Art, sein Wagemut als Reiter Beispiel undAnsporn waren, wußte er in fesselndster Weise zu unterhalten.
Sein Name ist in ehrenvollster Weise in den Geschichtswerken H genannt. Ties bleibt den Nach-kommen und denen, die ihn kannten, liebten und verehrten, ein teueres Vermächtnis. Waren seine letztenJahre erfüllt von Interesse für das Schicksal der Söhne, welche dem Berufe des Vaters folgten, so lasteteauch die Wolke schweren Rümmers durch die unheilbare Krankheit der Gattin auf seinein Leben. Auchdas hatte ihn: das Schicksal nicht erspart, daß sein ältester Sohn Otto, schwer verwundet in den west-afrikanischen Kämpfen gegen die Hottentotten, fast ihm entrissen wurde. Gr erhielt die Kunde vom Todedes Sohnes in: Mai des Jahres 1896, welcher im Juni die Lotschaft folgte, daß der Sohn genesenwürde. Tie Aussicht, ihn wieder zu sehen, der mit Tapferkeitsorden geschmückt, zur Genesung dem vater-lande zueilte, war der letzte Lichtblick seines Lebens, denn das Schicksal hatte ein Wiedersehn nichtbeschlossen. Kurz vor dem Tintreffen des Sohnes erlag der Vater einer kurzen Krankheit. Mit Rechtdurfte an seinein Sarge gesagt werden: so endet ein reichbewegtes Leben, reich an Thren, reich aber auchan Schmerzen. Tr schied mit dem Kreuz auf der Brust, mit dem Kreuz in: Herzen. And als wir ihnam eisigkalten Dezembertage hinausgeleiteten zur letzten Ruhestätte, in der Jahreszeit, in welcher er vor26 Iahren an der Spitze seiner reitenden Artilleristen Ruhm und Thren erwarb, war es ein gewiß eigen-artiges Zusammentreffen, daß zu derselben Stunde auf dem Waterlooplatze die Fahnen flatterten, dieWaffen klirrten und das Hurra erklang zur Parade vor dein Kaiser. Ter Tag kriegerischen Glanzes,dem er so oft gedient, einer glänzenden Heerschau vor dem höchsten Kriegsherrn, war der Tag seinesletzten Ganges. Mit Wehmut zugleich und mit Stolz gedachten die alten Waffengcfährten im Zuge derWorte Goeben's nach der Schlacht bei Bapaume: „Die gesamte Artillerie des Korps hat zu den großenTrsolgen des Gefechts vom 3. Januar so wesentlich beigetragen, daß ich mich verpflichtet halte, derselbenmeine besondere Anerkennung für ihre ausgezeichneten Leistungen auszusprechen.^)" Tie Familie aberdarf ihn unter ihren Besten nennen und wird sein Andenken in Thren halten. Tie Gattin Tonstanze,geb. Burret, lebt in Hildesheim.
XV. Generation.
Gertrud Eupers sBd. I S. 21, Bd. II S. 21), vermählt mit Theodor Friedrich WilhelmStephan von NieberIH Königl. preuß. Generalmajor und Kommandeur der 25. Feld-Artillerie-BrigadesGroßherzogl. Hessischen) zu Darmstadt.
Karoline Ega-crs sBd. I S. 21, Bd. II S. 21) wohnt in Rom mit der Mutter zusammen.
Gtto Röiner Eaaers srIlrioanus major) jBd. I s. 22, Bd. II s. 22) wurde geboren zuMetz am 17. August 1873, erhielt seine Ausbildung im Tlternhause, auf dem König Wilhelm-Gymnasiumzu Stettin, dem Wilhelm-Gymnasium zu Königsberg in Preußen und verließ das Kaiser Wilhelm-Gymnasium zu Hannover 16. Februar 1891 mit dem Zeugnis der Reife und trat ein als Avantageur
"h Stade, Hannover.
°) Später Reichskanzler.
") Ältester Sohn des Fcldmarschalls.
0 Siehe Zl. von Puttkamcr, die Ära Alantenffel, Federzeichnungen ans Elsaß-Lothringen.
2) F. v. d. Wengen, Geschichte der Kriegscrcignissc zwischen Preußen und Hannover 1866. Gotha 1886. Derdeutzch-französilche Krieg 1876—1871, redigiert von der kriegsgcschichtlichen Abteilung des Großen Gcncralstabcs.
°) Geschichte des 1. Rhein. Feld-Art.-Rcgts. A- 8 S. 100.
In den erblichen Adclstand des Königreichs Preußen erhoben 7. Dezember 1903. Siehe auch Genealog. Hand-buch biirgerl. Familien, 12. Rand S. 82.