Druckschrift 
2 (1887)
Entstehung
Seite
141
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s2. Große Königliche Bibliothek zu Kopenhagen,

s3. Königliche Universitäts-Bibliothek zu Kopenhagen.

sls. Königliches Geheimes Archiv daselbst.

. Bibliothek des Königlichen Staats-Archivs zu Dresden.

s6. Königliches Herolds-Amt zu Berlin.

s7. Bibliothek der Königlich schwedischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Stockholm.

s8. Museum Dithmarsischer Alterthümer zu Meldors.

sy. Archiv des Königlich schwedischen Ritterhauses zu Stockholm.

2V. Bibliothek des Freien Deutsche» Hochstifts zu Frankfurt a. M.

2s. Landes-Bibliothek zu Detmold.

22. Bibliothek des k. k. heraldischen Vereins Adler zu Wien.

23. Germanisches National-Museum zu Nürnberg.

2H. Herzoglich braunschweig-lüneburgische Bibliothek in Wolsenbüttel.

25. Landes-Bibliothek zu Cassel.

26. Königliche Universitäts-Bibliothek zu Göttingen.

27. Kaiserliche Universitäts-Bibliothek zu Straßburg.

6 Aufforderungen und Mittlieil'ungen.

Am Schlüsse meiner Arbeit kann ich es mir nicht versagen, noch einmal die dringende Bitteauszusprechen, mir mit größerer Genauigkeit Veränderungen in der Familie zukommen zu lassen. Esgenügt z. B. nicht, nur die Geburt eines Kindes anzuzeigen, für meine Zwecke muß ich auch dieNamen kennen. Wie manchen Federstrich that ich in dieser Hinsicht. Die Lebensbeschreibungen derEinzelnen, selbst verfaßt, bilden eine werthvolle unerläßliche Grundlage für die Familiengeschichte.Unsere materielle, praktische Zeit ist ihnen ungünstig, wir leben schneller, als unsere Altvordern und ichkann wohl begreisen, daß Mancher, der zu schreiben und zu erzählen wüßte für die Seinen, aus dieeigenen sich drängenden Lebensumstände kein Gewicht legt, auch wohl bessere Vorsätze ausschiebt, bises zu spät ist. Es treibt uns fort das wechselnde Geschick, denn nimmer ruht des Lebens wilde Zagd,aber gerade dieser Wechsel im Leben, diese Unruhe unserer Tage wird nicht dauern, Zeiten ändernsich und der Menschen Geschlechter. Dann wird mit Znteresse die neue Welt lesen, wie es der altenerging. Das ist lehrreich und zugleich interessant. Wie aber sollen Kinder und Nachkommen derEltern sich erinnern, wenn sie nichts von ihnen kennen als den Namen und die kurze Geschichte ihresDaseins: Er ward geboren, nahm*) ein Weib und starb. Nicht ohne Nutzen ist, die Ueberlieferung

") Es ist keineswegs einerlei, was er für ein kvcib nahm, man unterschätze nicht den Einfluß der Mutter inder Familie und auf die Zukunft und Entwickclung der Nachkommen, gerade die Frauen besitzen die Fähigkeit, demfremden Stamm nützliche Eigenschaften zu vererben, sie müssen allerdings darnach sein. Richtig aho gewählt zu haben,heißt schon etwas gethan im Leben. Roth von Schreckenstein sagt in seinemj?atriciat" auf Seite SZZ:Die Frauen,bildsam wie sie sind, eignen sich, bei tüchtigein Charakter, den Gcschlechtsgcist in hinreichender Weise an, indem sie zugleichihren Nachkommen die Zvohlthat der Auffrischung des Blutes gewähren"; und ich füge hinzu, dann müssen aber auchdie Männer darnach sein. Wer unentschlossen, unbestimmt zwischen der eigenen Familie und der neuen hin und herschwankt, oder wer, in weichlicher Bequemlichkeit, mit vollen Segeln den neuen Verhältnissen sich in die Arme wirft,der wird manchen Nutzen und vorthcil verlieren, der ihm und seinen Nachkommen daraus erwuchs, durch ksciratb demeigenen Stamm einen Zweig hinzugefügt zu haben. Die Gattin solches Braven wird nie ein Mitglied seiner Familie.