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da die Forderungen der Reichsbank gerichtlich protokollirt werden sollten. Auch seine Bitte, die Ne-gierung möge ihn des Postens als Gberprocureur und Deputirter in der Kanzlei entheben ein neuerBeweis, daß er den Maßregeln der Regierung seine Billigung versagte, änderte nichts in dem Urtbeilder Menge. Als erst nach Iahren in Folge der Bankhast auch die Familie des Freiherrn v, Lagersdurch schwere Verluste hart betroffen wurde, legten sich die Stimmen gegen ihn und man erkanntedas Unrecht, welches man diesem Manne, der ein thätiges Leben nur im Dienste seines Königs desVaterlandes und vor allem Holsteins verbrachte, zugefügt hatte, wäre es ihm vergönnt gewesen, ineinem längeren Leben noch die dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts zu schauen und die spätere Gut-wicklung der Finanzreform mit eigenen Augen zu beobachten, wohl kaum wäre er veranlaßt worden,so entschieden die Theilnahme an dem Finanzplan von der Hand zu weisen.
Seinem Wunsche gemäß hatte die Regierung ihn seiner Stellung als Gberprocureur enthobenund ihm den Posten eines Gberpräsidenten von Kiel anvertraut. Die Anerkennung der Regierunawar ihm geworden, die Wunde in seinem Herzen blieb.
Die heftigen und häufigen Gemüthsbewegungen hatten seine Krankheit bedeutend verschlimmert,die zuletzt in Brustw rssersucht überging und äußerst schwach trat er seinen neue» Posten an. DerSommer, wovon er einen Theil auf seinem geliebten Gaarz zubrachte, erheiterte ihn nicht und, ehe erfür den Winter nach Kiel übersiedeln konnte, starb er plötzlich am 2f, November, Abends 6 Uhr, alser nach der Mahlzeit, an seinem Pulte stehend, eben eine Arbeit zur Hand genommen hatte, so dasvon ihm oft citirte wort*) des Kaisers vespasian »stantem mori oportet« im buchstäblichen Sinneerfüllend.
Er hatte sich seine Begräbnisstätte im Garten von Gaarz gewählt, dort ruht er unter einemStein von inländischein Marmor auf einer kleinen Anhöhe,
Das Land, dem er entstammte, für das er arbeitete und dessen Volke er ein menschenwürdigesDasein erringen half, hat den Sohn am eigenen Herzen wieder zur Ruhe aufgenommen. Dort, wodie Stürme der Gstsee sein Grab umwehen, schläft er den ewigen Schlaf, einer der Besten seines Ge-schlechts, einer der Edelsten von Holsteins Söhnen,
wer aber die Stätte betritt und das einfache Grab betrachtet, dessen Bedeutung kaum nochder Raine, wohl aber die Geschichte Holsteins verkündet neben der jenes großen Ministers, der ehredas Andenken des Ruhenden und sein Verdienst,
Die kurzen und bestimmten Worte, mit denen der Enkel im ersten Bande unserer Geschichte denCharakter seines Ahnherrn zeichnet, möchte ich nicht entwerthen durch überflüssige Zusätze, Mir istder Charakter, sei» Herz und Gemüth, seine rastlose Thätigkeit nie interessanter gewesen, nie klarerund bestimmter entgegengetreten, als bei der Lectüre seiner Werke und vor allen seiner Briefe, DiesenArbeiten, mögen sie an Werth ihre Zeit überdauert haben oder nicht, hat der Alan» sein eigenes Ichgegeben, in ihnen niedergelegt, was er dachte nicht allein, sondern vielmehr, was er war, Darm»unentbehrlich war mir ihre Lectüre für die Bsurtheilung der Person, des edlen Mannes, der that-sächlich in ein zu frühes Grab sank, weil er sich im Dienste des Vaterlandes und der Mitmenschenaufrieb.
Das verzeichniß seiner Werke, welches im ersten Bande zum Abdruck gelangte, noch zu er-gänzen, ist nur nicht gelungen,
Friedrich van K'ggers (S, sZö), Kön. dän. Negierungsrath, Herr auf Stillleben (geb. 7, Julif759 zu Glückftadt, ff 28. Jan, f827 zu Altona), war vermählt seit 3. September f8O3 mit Sophiavon Levetzow,**) aus dein Hause Schwiessel, Conventualin zu Nibnitz (geb. ff, Nov. ff 3. Nov.
f838), der Tochter des Joachim Diedrich von Levetzow auf Schwiessel, Büdsin und Madsow (ff im
H Sueton.
**) Stammtafeln derer van Levetzow, aufgestellt vom Hofjägermcistcr Julius von Levetzow.