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1556, Febr. 14. Cassel. 054.
Orig. daselbst. (Pless. Archiv.)
Widerruf des früher gefällten Urtheilsspruches gegen die Gebrüder Christopher, Jost,Ludolff und Melchior von Usslar, wogegen Ludolff von Usslar verspricht, dem Landgrafenvon Hessen demnächst ein Geschwader Keiter zu werben, (cfr. Reg. 942.)
(Mit Siegeln des Jost und Ludolf v. U.)
1556, Juli 26. 955.
Orig. daselbst.
Eine Urkunde des Andreas Klopper, welcher, nachdem er durch feindlichen Einfallin das Gebiet von Marienburg das Domkapitel zu Hildesheim geschädigt, diesem Urfehdeschwört, besiegelt ausser dem Abt zu Marienrode: Jost von Uslar und die Vettern Hans undHans von Oldershausen.
1556, April 15. 956.
Aus Akten der Familie im Staatsarchive zu Marburg.
Herzog Erich d. J. von Braunschweig schreibt an den Landgrafen Philipp I. vonHessen, dass Christoph von Uslar aus seinem Gefängnisse in Münden, nach Ankunft derGesandten von Erfurt, welche gegen ihn Prozess und Recht begehrten, entkommen sei.
1556. 957.
Orig. Staatsarchiv zu Hannover.
Herzog Ernst von Braunschweig-Grubenliagen vergleicht sich mit seinen Lehnmännernund lieben Getreuen Christoph, Jobst, Ludolf. Hans und Melchior, Söhnen des seligen Wede-kind von Uslar. Dieselben haben alle Güter, die sie in und um Berka, zur Söse, zumClawenhagen, Oldenhagen und am Ilutteberge haben, welches vom Stifte Paderborn zu Lelmrührt, wie sie solche von Alters her gehabt, dem Herzoge und dessen Brüdern erblichUbergeben mit Erlaubniss des Stiftes Paderborn, wogegen die Herzöge ihnen ihre Wüstungenund Dorfstätten Elbingen und Ratzhausen, mit Ausnahme des Zehnten, gänzlich überlassen.Dazu sollen sie einen Holzfleck am Rotenbergs haben und in den genannten Wüstungendas Untergericht, desgleichen das zum Stifte Katelnburg gehörige Vorwerk Wülberhausen,welches Alles sie wiederum vom Bischöfe von Paderborn als Lehn empfangen sollen.
1557, Mai 25. 958.
Orig. daselbst.
Die Aebtissin Anna II. zu Quedlinburg belehnt den Christoff von Uslar als denAeltesten und seine Brüder Jobst, Ludolf und Melchior mit dem Dorfe Bernsrode und demZehnten daselbst, dem Dorfe Dudenborn, dem Dorfe Immigerode und dem Kirchlehn (juspatronatus) daselbst, mit Gütern zu Dudenborn, 3 Vorwerken zu Desingerode, Gütern zuSeeburg, Westerode, Evergotzen, Radelfshusen, Duderstadt, Overnfelde, Gervelingerode,Edingerode, Tifterlingerode, mit den Kirchlehn zu Tastungen und Wildungen, mit Güternzu Crebisserode, Campe, Wrochthusen, Wenden, Minigerode, Eidershusen, Rodiken, Sulingen.
1557, Octbr. 15. 959.
Aus Akten der Familie im Staatsarchive zu Marburg.
Die 4 Jungfrauen Anna, Agnes, Catharina und Magdalena. Geschwister von Uslar.
schreiben dem Landgrafen Philipp I. von Hessen, dass vor kurzen Jahren sein Kriegsvolkin dem Braunschweiger Zuge das alte Haus Gleichen ihres lieben Vaters seligen so jämmerlichüberfallen und ausgeplündert habe, dass der Verlust auf 3000 Thaler zu schätzen sei, undhätten sie, sowie ihre selige Mutter, damals auch alle ihre Kleider, Schmuck und Kleinodieneingebiisst, „das wir bis uff diese Zeit noch nicht überwunden, dan wir so gar nichtsbehielten". Demiithigst wollten sie bitten, dass er als ein christlicher löblicher Fürst sichihres Verlustes erbarmen lasse- und ihnen als arme Waisen „zu behueff unser erliehenkleider und Clenodia 1 ' etwas zufliessen liesse.