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1 (1888) [Hauptbd.]
Entstehung
Seite
339
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führte, gelödtet, und der Rittmeister von Uslar übernahm während seiner Abwesenheitdas Commando. Nachdem er den Rest des Regiments auf 2 Schwadronen formirt hatte,musste er sich abermals den feindlichen Cürassieren entgegen werfen, der Angriffgelang vollkommen und der kleine Haufen ralliirte sich in der vorigen Stellung hinterder Anhöhe. Ein holländisches Husarenregiment stand jetzt dem Regimente zur Seite.Der Rittmeister v. U. sandte einen Officier zum Commandeur desselben mit dem Ersuchen,bei neuen Angriffen des Feindes seine beiden Schwadronen zu unterstützen, was dieserauch zusagte, jedoch unbeweglich halten blieb, als die feindlichen Cürassiere zum fünftenMale anrückten. Empört über die Feigheit der Holländer rief der Rittmeister v. U.in seinem gerechten Zorne:Hannoveraner! Kameraden! seht, die Iiundsvötter bleibenhalten, ich erinnere Euch an Garzia Hernandez, wir thun unsere Schuldigkeit und wennwir auch Alle fallen! Galopp! Marsch!" Der kleine Haufen sprengte muthig gegen dieschweren Cürassiere des Feindes, warf sie zurück und sammelte sich dann wieder aufder Anhöhe hinter der Artillerie. ')

Im Frühjahre 1816 in das befreite Vaterland zurückgekehrt, trat Friedrich v. U.nach Auflösung der Legion in die neu organisirte Kgl. hannoversche Armee ein undzwar als Major im 2. Husarcn-Regimentc. Im Jahre 1824 zum Oberstlieutenant ernannt,erhielt er 1881 das Commando dieses Regiments und wurde designirt, bei dem beab-sichtigten Marsche nach Luxemburg den Befehl über das zu combinirende 1. und2. Husaren - Regiment zu führen. Bei der Formation von 1833 wurde er Commandeurdes 2. Regiments Königin Dragoner, 1836 tit. Oberst, 1838 bei der neuen Formationetatsmässiger Oberst und Commandeur der 3. Cavallerie-Brigade. Am 17. März 1840zum General - Major ernannt, war es ihm vergönnt, unter huldreichster Anerkennungseines Allerhöchsten Kriegsherrn am 17. Januar 1845 sein 50jähriges Dienst - Jubiläumfeiern zu können. Im August des folgenden Jahres sah er sich wegen Invalidität ge-nöthigt, seine Pensionirung nachzusuchen, die ihm auch auf wiederholtes Ansuchen inGnaden gewährt wurde. 2 )

Friedrich hatte sich am 2. Novhr. 1817 mit seiner Nichte Helene Louise SophieFriederike (geb. II. Octbr. 1795, gest. 21. Febr. 1859), der Tochter des churhannov.Hauptmanns a. D., Drosten und Ritterschafts-Deputirten Georg Friedrich Detlev vonLüneburg auf Uetze und der Eberhardine Magdalene Levine Johanne Christine vonUslar (St.-T. VIII, Nr. 441) vermählt. Seine Kinder s. unten Nr. 4-54 u. ff.

Er starb am 17. Septbr. 1848 zu Verden, seiner letzten Garnison, an Brustwasser-sucht und ist in der von Lüneburg'schen Familiengruft zu Wathlingen beigesetzt. SeinenSarg schmückte ausser der schon erwähnten britischen goldenen Ehrenmedaille dasCommandeurkreuz I . Classe mit Stern des K. hann. Guelphen-Ordens, die Kriegsmedaillefür die Schlachten von Talavera, Toulouse, die Waterloo- und Verdienst-Medaille unddas Ernst - August - Kreuz für 50 Dienstjahre.

445. g) Thilo August Ludwig, geb. 21. Aug. 1781, ertrunken am 8. Juli 1787.

446. h) Eva Juliane Auguste Luise, geb. 8. März 1783, heirathet. am 20. Febr.1811: Otto Carl Niemeyer, Amtmann zu Reinhausen, und stirbt am 17. Januar 184-5.

447. i) Georg Ludwig Wilhelm, geb. 29. März 1784, gest. 1. März 1788.

448. k) Carl Georg Christian Thilo, geb. 28. Januar 1787 zu Ilten, warin seiner Jugend Zögling des churhannoverschen Georgianums in Hannover und tratnach absolvirten Studien in den Dienst des Königreichs Westfalen. 1810 war er Präfectur-Secretair in Salzwedel; 1813 stand er als Unterpräfect dem Kreise Stendal in der Alt-mark vor, wurde bei der Besitzergreifung dieser Provinz seitens des Königs FriedrichWilhelm III. von Preussen als Landrath beibehalten, jedoch 1816 nach der Vereinigungder damaligen Kgl. sächs. Grafschaft Henneberg mit Preussen nach der darin gelegenenKreisstadt Schleusingen versetzt und im Jahre 1829 zum Ritter des Johanniter-Ordensernannt. Gleichzeitig bestätigte der König von Preussen ihm durch Cabinetsordre vom18. Januar 1829 die Führung des Freiherrn - Titels. 3 )

1) B. von L.-G., 1. c., S. 320 u. ff. 2 ) Hof- und Staats-Handbuch f. d. Kgr. Hannover, 1849,

Anhang, S.5. 3 ) Eigenhändige Aufzeichnung und von Zedlitz, Neues preuss. Adels-Lexicon, V, S.457;

Jacobs, Gesch. der in der Prov. Sachsen vereinigten Gebiete, S. 520; Pohlmann, Gesch. d. Stadt Salz-wedel, S. 378.

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