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von General-Major in Pension und wurde am 22. März 1782 Chef des Nienburgischen(seit 1783 zweiten Hamelnschen) Garnison-Regiments bis zu seinem Tode. ')
Wenn August v. U. alle Feldzüge mitmachte, an welchen wir das Garde-Regimentvon 1745 — 1759 betheiligt sehen, so marschirte er gegen Ende des Rhein-Feldzugesvon 1745 mit der alliirten Armee zur Deckung der Kaiserwahl bis Heidelberg undkehrte zu Anfang 1746 in's Land zurück. Im Juni d. J. stand das Regiment mit demhannoverschen Corps in den Niederlanden und kämpfte in der Schlacht bei Rocorn-al. Octbr.); im Felclzuge 1747 am 2. Juli in der unglücklichen Schlacht bei Laeffeld,nahm auch an dem kurzen Feldzuge von 1748 in den Niederlanden Theil. Als imJahre 1756 eine Landung der Franzosen in England vermuthet wurde, gehörte dasGarde - Regiment zu dem von England in Sold genommenen hannoverschen IJülfscorps,welches bei Stade am 15. Mai unter Segel ging und am 22. Mai bei Chatham aus-geschifft wurde. Das Regiment kam zuerst nach Maidstone in Quartier, rückte aberim August in das Corps-Lager bei Cocksheath unweit Maidstone. Am 24. Novbr.ging das Regiment wieder in Chatham an Bord, landete am 17. Decbr. in Cuxhavenund bezog seine Garnison Hannover. Die übrigen Truppen folgten. Im Feldzuge 1757begegnen wir dem Regimente im Mai im Lager bei Hameln, am 26. Juli in der Schlachtbei Hastenbeck; in der Campagne 1758 bei der Belagerung von Minden und in derSchlacht bei Crefeld (23. Juni); im Feldzuge 1759 in der Schlacht bei Minden (1. August),wo das Regiment 4 feindliche Cavallerie - Angriffe in einer Gesammtstärke von 32Schwadronen abschlug, auch 4 Standarten, 2 Trompeten und über 100 goldene Uhrenerbeutete.
Als Major des 1. Bataillons 1. Infanterie - Regiments (Scheither) wird Augustv. U. am weiteren Feldzuge des Jahres 1759 Theil genommen haben, namentlich andem Marsche nach der Lahn und an der Belagerung und Einnahme von Münster.Am 31. Juli 1760 war das Bataillon im Gefechte bei Warburg mit beim Sturme aufden Heinberg; Ende September d. J. gehörte es zum Blockade - Corps von Wesel.1761 nahm dasselbe vom 12. bis 28. März an der Belagerung von Cassel Theil, undam zweiten Tage der Schlacht von Vellinghausen (16. Juli) trug es unter Commandodes Oberstlieutenants v. U. wesentlich zur glücklichen Entscheidung des Tages bei,verlor aber viele Officiere und Mannschaften. Endlich, im letzten Kriegsjahre 1762verstärkte das Bataillon vom 27. Octbr. bis 1. Novbr. das Blockadecorps vor Casselund war bei der Capitulation der Festung. Nach dem Frieden garnisonirte dasselbe inHoya und Umgegend, 1764 bezog es die Garnison Münden. 2 )
Im Alter von 27 Jahren (am 16. Juli 1749) hatte August sich vermählt mitFriederike Caroline (geb. 16. Decbr. 1727), der Tochter des Ferdinand WedekindGötz von Olenhusen a. d. H. Bodenfelde und der Justine Eleonore von Uslar a. d. LI.Appenrode. (St.-T. V.) Als der Tod sie ihm am 26. October 1754 geraubt, blieb er10 Jahre lang Wittwer. Erst 1764 nahm er Luise Marianne Elisabeth (geb. 28. Febr.1744, gest. 22. April 1796), des Carl Friedrich von Görtz-Wrisberg und der CatharinaEva Sophie geb. von Wrisberg Tochter, wieder zur Ehe. Mit ihr lebte er nach seinemAustritt aus dem Dienste (1779) auf Gelliehausen. Dass er schon früh nach dem Todeseines Vetters Dietrich Ernst (1748) in den halben Besitz des Gutes Laak im Bremischenkam, und dass er am 23. April 1781 auch die andere Hälfte des Gutes käuflich an sichbrachte und dadurch Mitglied der bremischen Ritterschaft wurde, haben wir in dervorigen Biographie schon gesehen. Appenrode erbte er 1770 nach dem söhnelosen Ablebenseines Onkels Moritz. Am 10. Septbr. 1771 wurde er zum gemeinen Burgmann evan-gelischer Religion der Reichsburg Friedberg eingeschworen, 3 ) auch war er Ritter desKais. St. Joseph-Ordens.
Die Uebernahme des Familien - Seniorats nach dem Tode des Obersten AdamHeinrich im Jahre 1775 (vgl. Regg. 1099 und 1100) wurde für ihn zu einer Kette vonVerdriesslichkeiten, die ihm aus der Amtsführung des seit dem 1. Juli 1772 als Gerichts-halter beim Patrimonialgerichte Altengleichen angestellten Dichters Gottfried AugustBürger erwuchsen. Schon seinem Vorgänger im Seniorate, dem Oberst Adam
') Oldekop u. Maneke, 1. c.; v. Wissel, 1. c., S. 786, 826, 881; v. Sichart, 1. c., III, 1, S. 95, 108;Ghurhannov. Staatskalender von 1782, S. 137; ICurzgefasste Gesch. der churhannov. Truppen (1791), S. 72. —
2) v. Wissel, 1. c., S. 319 u. ff., 352 u. ff.; v. Sichart, 1. c., II, S. 408, 465, 474; III, 1, S. 230 u. ff.,
234, 242 u. ff., 308, 334, 371, 530 u.ff.; III, 2, S. 90, 151, 236, 291, 524. — 3) Adress-Kalender der BurgFriedberg v. J. 1783, S. 13, Nr. 64.
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