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1 (1888) [Hauptbd.]
Entstehung
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Vorwort.

Ein Jeder, der sich mit genealogisch-historischen Arbeiten beschäftigthat, weiss die Schwierigkeiten zu würdigen, welche die Bearbeitung einerurkundlichen Geschlechtsgeschichte bereitet, namentlich wenn, wie hier, inErmangelung von brauchbaren und zusammenhängenden Vorarbeiten dieBausteine dazu erst mühsam aus unzähligen Urkunden und sonst beglaubigtenQuellen gesammelt, geprüft und in unserer Sprache zu einem lebendigenGanzen verschmolzen werden mussten.

Diese und andere allgemein bekannte Schwierigkeiten lassen michwünschen, dass meineBeiträge" lediglich als ein Versuch angesehen werdenmögen, auf deren Grundlage eine befähigtere Hand dermaleinst Vollkomme-neres aufbauen kann. Denn ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich dermir gestellten Aufgabe nur in beschränktem Maasse entsprochen habe, underkenne selbst sehr deutlich die Kluft, die sich zwischen dem Gewolltenund Vollbrachten ausbreitet. Der Gelehrte wird die Form der Darstellung,wie namentlich die im dritten Buche gegebenen Urkunden-Auszüge (Regesten)und auch sonst noch manches tadeln, während dem Laien vielleicht mancheszu unbedeutend scheint, um der Nachwelt aufbewahrt zu werden. Demgegenüber möchte ich nachdrücklich bemerken, dass ich als Dilettant ohneallen Anspruch auf Gelehrsamkeit gearbeitet habe, und den Wunsch hege,von diesem Gesichtspunkte aus meine Arbeit nachsichtig beurtheilt zu sehen.Wer mir den Vorwurf zu grosser Weitläufigkeit macht, dem erwidere ich,dass auch das Kleinste erfreut, wenn es das Ganze fördert.