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Zu seinen Gütern kaufte Fabian von Wrangell am 18. März 1665 von AnnaMargarethe von Fock, geborne von Lode, der Wittwe des Hans von Fock, die DörferPilitz mit 4 1 ,, Haken. Resa, Rebba und Owando, im ganzen ungefähr 10 Haken Land,nebst einer Mühlenstelle im Kirchspiel Luggenhusen für 2476 Reichsthaler in specie. 1 )Von dieser Summe wurden 862V 2 Reichsthaler in Abrechnung gebracht, da Hans von Focklaut Hypothekenbuch über Paatz sub Nr. 2 seit 1648 Fabian von Wrangeil 500 Thalerschuldete und die Schuld durch Zuziehung der Zinsen auf 862'/, Thaler aufgelaufenwar. 2 ) Mit dem Rest der Kaufsumme wurde am 4. März 1681 noch eine andereSchuld, „die Kaustfersche", des Hans von Fock getilgt, so dass der Wittwe so gut wienichts übrig blieb. 3 )
Im Jahre 1683 befanden sich wegen der freien Holzung unter den Dörfern Wrangel,Kandell und Karrol fünf von Wrangel, darunter auch der Landrath Fabian vonWrangeil, in Streit mit Christoph Friedrich von Piesenhausen und des verstorbenenJohann Friedrich von Ilastfer Wittwe. Dieser Streit kam am 7. September 1683 vordem Manngericht auf Karrol zum Austrag. Ueber den Spruch ist nichts bekannt geworden.
Von Fabian Moritz von Wrangeil ist noch anzuführen, dass auch er, wiealle in Russland lebenden Mitglieder, für immer die Schreibweise seines Namens mit „11"wählte und seine Nachkommen dieselbe beibehielten.
Er starb am 27. October 16S9 auf dem Gute Wrangel und wurde im Februar 1690in der St. Olai-Kirche zu Reval in dem von ihm gekauften Erbbegräbniss beigesetzt. DieLeiche war von Fabian Ernst Baron von Üngern-Sternberg nach dort übergeführt worden. 4 )
Er war dreimal verheirathet: a) 1638 auf dem Hofe zu Maydel im KirchspielLuggenliusen mit Hedwig Dorothea (Echtewich Dortia) von Bremen aus Melintack,Tochter Tuwes von Bremen auf Meli 11 tack und Lechtis mit Elisabeth von Hastfer; sie ver-starb am 18. October 1651 und hinterliess dem Fabian von Wrangeil das Gut Melin-tack; 1644 gehörten ihr die Dörfer Ubbias (später Ubiss) und Pawell; b) am 2. August1653 zu Itfer mit Anna Dortia (Dorothea) von Lode, welche am 12. März 1661 starbund am 18. Juni begraben wurde; 5 ) sie war die Tochter des Mannrichters Otto von Lodezu Itfer; c) 1668 mit Elisabeth Dorothea von Wrangel, Tochter des Wilhelmvon Wrangel zu Fall (XIX 5); sie war geboren am 27. Februar 1655 und starb 1685.
Aus der ersten Ehe waren drei Söhne: Claus Moritz (27), Fabian (28), FabianWilhelm (29) und vier Töchter.
1. Hedwig Dorothea (23), lebte 1684 und war seit dem 17. Mai 1676 ver-mählt mit Tön nies Friedrich von Maydel, welcher Lieutenant in schwe-dischen Diensten war und 1684 zu Sompä und Karrol lebte. 1682 war erMajor, Hakenrichter in Wirland, 1687 Erbherr auf Sompä und starb um 1700. G )Sie wurde die Stamm-Mutter des adligen Geschlechts von Maydel (in Schwedennaturalisirt unter Nr. 1847).
J ) von Toll, Briefl. II, Nr. 737, p. 757; Chr. Gerhers, Protocoll X 199.
2 ) von Toll. Briefl. II 2, Nr. 86-4, p. 881.
3 ) von Toll, Briefl. II 2, Nr. 864, p. 880.
4 ) Gesch. Farn. Ungern-Sternberg II, Nr. 803, p. 699.
&) Lude, Briefl. T. II, Nr. 113; K.-B. St. Nicolai in Reval; Gesch. Farn. Lude Nr. 400, p. 84.
6 ) Estlil. und .Iivi. Briefl. Bd. 3 Nr. 674, 868, 1024: K.-B. St. Olai und Nicolai in Reval; Gesch. Maydel, p. 229.