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Brasilien machte. 1868 kam er auf die Schulfregatte „Dmitry Donskoy" und segelte aufihr zum zweiten Male nach Brasilien.
1869 wurde von Wrangeil abcommandirt, eine Partie Gardemarine auf derenDienstreise zu Lande von Kronstadt nach Nicolajewsk am Schwarzen Meere zu beauf-sichtigen und erhielt den St. Stanislaus-Orden II. Klasse. 1869 und 1870 machtevon Wrangeil auf der Corvette „Lwitza" Reisen im Schwarzen und Mittel-Meere undkehrte 1870 zu Lande nach Kronstadt zurück. In demselben Jahre heirathete er in RevalFräulein Cäcilie Gräfin Stenbock, geboren am 13. Juni 1842, Tochter des verstorbenenMajoratsherrn Grafen Ludwig Stenbock auf Kolk und Cäcilie von Mohrerischildt. Erzog mit seiner Ehegattin nach Kronstadt. 1871 wurde von Wrangeil ältester Offizierdes Monitor „Jedinorog" und machte auf demselben Reisen im Finnischen Meerbusen.1874 avancirte er zum Kapitänlieutenant und ältesten Offizier auf der Panzerfregatte„Minin". 1875 zog vonWrangell sich aus Gesundheitsrücksichten vom activen Dienstezurück, ohne aus dem Staatsdienste auszuscheiden, und kaufte von den Erben des BaronsH. von Piesenhausen das Gut Itfe'r in Esthland. - ,
Später wurde er Kreisschul-Revident in Wirland und 1881 Kirchspielsrichter inHaljall. 1885 avancirte er zum Kapitän zweiten Ranges, nahm aber in demselben Jahrenoch seinen Absclded aus dem Staatsdienste.
35. Ferdinand George Friedrich Baron von Wrangeil,
Sohn von Ferdinand Ludwig (25), geboren am 16. (28.) Februar 1844 zu St. Peters-burg, trat aus dem See-Kadettencorps daselbst 1862 als Offizier zur kaiserlich russischenMarine über.
Bis 1864 beschäftigte er sich an der Universität zu Dorpat mit Astronomie undPhysik unter der Leitung von Mädler, Kämptz und Minding. Er machte darauf mehrereReisen am Bord verschiedener kaiserlich russischer Kriegsschiffe im Mittelmeere und inder Ostsee. 1869 trat er in die Marine-Akademie und absolvirte sie als Erster 1870.Im darauf folgenden Jahre heirathete er Miss Adeline' Montagne. Er wurde 1872 Com-mandern' des Kanonenbootes Priboi, 1873 Chef, der physikalischen Untersuchungen amSchwarzen und Asowschen Meere, 1879 Erzieher des Prinzen Carl Michael von Mecklen-burg - Strelitz ,* des zweiten Sohnes Ihrer Kaiserlichen Hoheit der Grossfürstin KatharinaMichailowna, und 1883 Inspektor des Kaiserlichen Alexander-Lyceum in St. Petersburg.
Er veröffentlichte folgende Schriften in russischer Sprache im Journal „MorskoiSbornik": „Ueber das elektrische Loth von Schneider", 1866; „Challenger", 1872: „Mete-orologische Beobachtungen auf Kriegsschiffen", 1873; „Physikalische Untersuchungen imSchwarzen und Asowschen Meere", 1874; „Ueber neue Strömungstheorie", 1875; Phy-sikalische Untersuchungen im Schwarzen Meere", 1875; „Die Theorie der Bora" (insDeutsche übersetzt), 1876; „Die internationale Ausstellung wissenschaftlicher Apparate",1877; „Die Reorganisation der Marine-Akademie", 1881; „Neue Methode zur Bestimmungder Distanzen zur See", 1882; „Tabellen zur Berechnung der Distanzen nach der vonWrangellsclien Methode", 1883; bei Brockhaus in Leipzig erschien vom Baron Fer-dinand von Wrangeil: „Die russisch-baltische Frage" (auch in deutscher Sprache), 1882.