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1 (1887)
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bung und sittlichen Veredelung der kleinen Welt, an deren Spitze sie jetzt gestellt waren,zu arbeiten.

Sie hat sich dieser Aufgabe mit einem Ernst und feinen Takt, einer Selbstlosig-keit und liebenswürdigem Eingehen auf das Verständniss und die Bedürfnisse ihrer drei-viertel wilden und nur ein viertel civilisirten Umgebung unterzogen, die nicht nur dieBewunderung ihres glücklichen Eheherrn, sondern die ungetheilte Dankbarkeit und Aner-kennung ihrer ganzen Umgebung, vom niedrigsten bis zum höchsten auf der gesellschaft-lichen Scala Sitkas, hervorrief, so dass die Beamten und Offiziere der Colonie einstimmigerklärten, mit der Ankunft des Wrangellschen Paares sei eine ganz neue Aera für dieColonie angebrochen. Auf dem Gebiet der Verwaltung und Organisation trat das in nichtminder augenfälliger Weise zu Tage, da von Wrangeil hier seine hohe organisatorischeund praktische Begabung in glänzender Weise entfalten konnte. Als endlich die fünfJahre ihr Ende erreicht hatten und die kleine Familie die weite Heimreise antrat, liesssie ein tlieures Grab in der fremden Erde zurück, das die Hülle des lieblichen Töchter-chens barg,, welches die Eeise durch Sibirien glücklich ertragen hatte, dann aber, dreiJahre alt, den Eltern wieder genommen wurde. Ein Knabe von drei Jahren war jetztder Eltern Begleiter auf der nicht minder ungewöhnlichen Rückreise, denn diese mussteebenfalls im Interesse der Compagnie, welche im nördlichen Californien eine Besitzunghatte, die besucht werden sollte, und zu der man bei den damaligen Communicationennicht anders gelangen konnte, von Sitka aus zu Wasser bis Tepie, von dort zu Landereitend zurückgelegt werden. So kamen sie über die Colonie Ross 1833 nach Mexiko,woselbst die sehr angegriffene Frau sich einige Wochen erholen musste, ehe die Reisefortgesetzt werden konnte. Dann ging es auf dem gewöhnlichen Verkehrswege, über New-York—Havre, endlich in die geliebte heissersehnte Heimath, wo die Reisenden am 8. Juli1836 eintrafen.

Baron Wrangeil wurde jetzt von der russisch-amerikanischen Compagnie zumDirektor mit einem Jahrgehalt von 9000 Rubeln erwählt und führte nun auch in derVerwaltung durchgreifende Reformen ein, dieselbe, sowie den ganzen Geschäftsbetriebauf neuer rationeller Basis organisirend. Zwar rief dies den Aerger der früheren Di-rektoren und einiger anderer Angestellten hervor, denen von nun an die Möglichkeit ab-geschnitten war im' Trüben zu fischen, dagegen erntete er die allgemeine Zustimmungund Anerkennung der Aktionäre sowie des Publikums; die Compagnie, deren Einnahmener wesentlich, vermehrte, hob sich zu einer ganz neuen, geachteten Stellung empor. Ergewann ein solches Vertrauen, dass er 1841 zum Chef-Direktor erwählt ward. AVirgehen nicht in die Details seiner zehnjährigen Verwaltung der Angelegenheiten der Com-pagnie ein; seine Mühen sind von der öffentlichen Meinung und den Aktionären ihremvollen AVerthe nach geschätzt worden; denn als er seinen Abschied aus dem Dienstenahm, und auch den Posten eines Chef-Direktors der Compagnie niederlegte, wurde ihmeine lebenslängliche Pension von 1200 Rubeln bestimmt.

Wenn auch die Compagnie dem Baron von AVrangell reichliche Mittel zu einemsorgenfreien ruhigen Leben ausgesetzt hatte, so stand dem doch sein reger Geist entgegen.Ihm genügten nicht die mühevollen Beschäftigungen eines Chef-Direktors, sondern er

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