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15. Georg Johann von Wrangeil,
Solin von Bernd Re inh old (8), stimmte bei den Waiden am 9. Januar 1711 für Lagenaund leistete den Huldigungseid mit der estldändischen Ritterschaft an den Kaiser Peter I.')Er war Erbherr auf Lagena, schwedischer Lieutenant und hatte das Unglück, 1725 vomPferde in einen Brunnen zu stürzen, wobei er kläglich umkam. Den 20. Mai genanntenJahres wurde er zu Lagena beerdigt.
Er war vermählt mit Anna Helene von Maydel, verwittwete von Berg, Tochter desHans Ernst von Maydel zu Tatters und der Anna Margarethe von Treyden aus Tatters.Sie vermählte sich zum dritten Male am 9. April 1728 mit Otto Wilhelm von Dittmarauf Kurro in dessen zweiter Ehe.
Aus dieser Ehe stammte nur eine Tochter:
Anna Margarethe (17), welche am 1. März 1725 zu Lagena getauft wurdeund am 22. August 1727 starb. 2 )
16. Heinrich Wilhelm von Wrangeil, 3 )
Sohn von Bernd Reinhold (8), war schwedischer Kapitän und Hakenrichter. 1728 warer Erbherr auf Lagena und Waiwara und starb 1773 in einem Alter von etwa achtzigJahren auf dem Gute Maydel in Wirland.
Am 27. September 1736 verheiratliete er sich mit Hedwig Christina von Delwig,Wittwe des verstorbenen Lieutenants von Delwig; sie starb am 3. August 1755.Aus dieser Ehe hatte er einen Sohn Bernhard (Bernd) Gustav (18).
18. Bernhard (Bernd) Gustav von Wrangeil,
Sohn von Heinrich Wilhelm (16), wurde 1737 geboren und war Erbherr auf Maydel,Lagena und Waiwara.
Am 4. Januar 1760 verkaufte er Lagena und Alt-Waiwara an den kaiserlichrussischen Generallieutenant, Hofmarschall, Wirklichen Kammerherrn und Ritter BaronCarl von Sievers und schloss einen Contract mit demselben ab, nachdem der Verkaufbereits am 21. September 1759 in Pimctation stattgefunden hatte. Da die Hoflage Alt-Waiwara schon damals an den Oekonomie-Rath Kienlein verkauft gewesen, so wurde die-selbe in dem Verkauf am 21. September ausgeschlossen. Beregte Hoflage Alt-Waiwara fieljedoch wiederum dem Rittmeister von Wrangeil erblich und eigenthümlich zu, so dasser dieselbe ebenfalls an den Herrn von Sievers für 1000 Rubel verkaufen konnte.
Zu dieser Zeit war von Wrangeil Rittmeister, später wurde er schleswig-holstei-nischer Kammerjunker, dann 1770 Oberstlieutenant und Kammerherr Seiner KaiserlichenHoheit des Grossfürsten und späteren Kaisers Peter III. Er war diesem treu ergeben undstand sich mit demselben so, dass er dem Fürsten offen seine Meinung aussprechen durfte;daher warnte er ihn zweimal und rettete ihn auf diese Weise. Ferner rieth er ihm, sich nicht
!) Ritterschaftliches Archiv Reval, Hudigung 1711.
2) K.-B. St. Johannis in Narwa.
3 ) Wrangells Sammlung vaterländ. Adelsgeschlechter I 129, Tab. VIII 37; Brotze, mscrpt.; K.-B. Luggenliusen: Maydel Briefl. II,69, 74, 91; K.-B. Waiwara.