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wird sie auf ihr Gesuch um Aufnahme im fellinschen Fräuleinstift als Ex-spectantin am 2. November durch die livländische Ritterschaft notirt, daaugenblicklich keine Vacanzen vorhanden waren. Erst 1847 wurde sie in diesesStift aufgenommen. Sie starb daselbst 1849.
3. Helene Wilhelmine Antoinette (25), geboren am 26. Mai 1807, vermählt1824 mit dem Lieutenant Lucian Abaewichs Michaeloff in Russland.
4. Auguste Alexandrine Wilhelmine (27), geboren am 8. März 1812, ver-mählt 1842 mit Nicolai von Scherffer in Woronesch, starb im August 1876.
26. Hermann Ferdinand Wilhelm Alexander von Wrangell, Baron zu Ludenhof,
Sohn von George Gotthard Wilhelm (14), starb im August 1876 in Kaluga unverheirathet.
18. Moritz Johann von Wrangell, Baron zu Ludenhof, l )
Sohn von Gotthard Wilhelm (7), wurde am 11. November 1781 geboren auf Odenpäh,was vormals dem Reichsfeldherrn Carl Gustav Grafen von Wrangel (VI 6) gehörte, vondemselben aber gegen Wrangeisburg bei Anclam vertauscht würde und so in die Händeseiner jüngern Brüder kam. 2 )
Schon als Knabe von fünf Jahren verlor er seinen Vater, der als Kreisrichter inWalk lebte. Seine Mutter, welche er bis zum Tode mit innigster Liebe verehrte, sorgtefür seine Erziehung und brachte ihn schliesslich in das Haus des Kreismarschalls von Bockzu Woiseck. Er blieb hier zwei Jahre, wurde 1804 zur Wasser-Communications-Commissioncommandirt und dann zum Assessor beim pernauschen Landgericht zu Fellin erwählt.
In den Kriegsjahren 1807 trat er in die Garde und übernahm 1808 die Secretariats-geschäfte bei der Vermessimgs-Revisions-Commission. 1812 trat er als Major wieder indie Reihen der freiwilligen Krieger und machte den französischen Feldzug im Kürassier-Regiment Ihro Kaiserlichen Majestät mit. 1816 nach dem Friedensschluss nahm er seinenAbschied und liess sich in Walk nieder, wo er von 1818 an das Amt eines Kirchspielrichtersbekleidete. Daneben widmete er sich seiner Lieblingsbeschäftigung, der genealogischenForschung. Er begann schon im Mai 1816 damit, alle vorhandenen Briefladen (Privat-archive) in seinem Bekanntenkreise sorgfältig zu durchsuchen und viele derselben, nachgetroffener Auswahl, chronologisch zu ordnen und genau zu excerpiren. Im Frühjahr1820 benutzte er die Sammlung genealogischer Nachrichten des verstorbenen Consistorial-Secretärs Hoffmann in Reval und des verstorbenen Herrn von Vegesack, des Herrn Con-rectors Brotze und Herrn Pastors von Bergmann zu Rujen, und setzte sich am 28. September1822 in den Besitz der handschriftlichen Adelsgeschichte des verstorbenen Bürger-meisters Gadebusch, zwölf Quartbände umfassend, mit 172 Nummern der livländischenAdelsmatrikel.
Seine Arbeiten auf diesem Gebiete fanden bald die gebührende Anerkennung.Schon 1821 wurde ihm der ehrenvolle Auftrag, das ganze Ritterschafts-Archiv zu ordnen,welches durch die Kriegsunruhen sehr in Unordnung gerathen war. Nach mehrjährigem
!) Inland. Wochenschrift Liv-, Estli- und Kurlands von Bunge, 7. Jahrg. 1842, Nr. 3, pag. 268.
2 ) Siehe Lehensbeschreibung des Feldmarschalls Hermannn des jüngern Tab. YI 2.