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1 (1887)
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legeneGut Ludwinowo uncl starb 3. Februar 1813 in Witebsk am Typixus; dieser herrschteüberall, wo die grosse französische Armee unter Napoleon durchgezogen war. Er warzweimal verheirathet, und zwar a) mit Christiane Elisabeth von Wernsdorf, der einzigenTochter des Professors von Wernsdorf in Wittenberg, im März 1792; sie war geborenam 19. Juni 1778 und starb im Februar 1802; b) 1808 mit M. Freiwald, starb 1813gleichfalls in Witebsk am Typhus, gleich nach ihrem Gemahl.

Aus der ersten Ehe stammten: ein Sohn Carl Wilhelm Gottlieb (30) und eineTochter:

Christiane Elisabeth (Lisinka genannt) (29), welche am 14. Februar 1798 ge-boren war, lebte 1885 in Riga.

Ausserdem entsprossen dieser Ehe noch vier Kinder (28), welche alle jung starben.

Aus der zAveiten Ehe war eine Tochter:

Caroline Helene (Lina genannt) (32), geboren am 0. August 1809, vermählt am5. Februar 1833 mit dem verabschiedeten Oberst Simischin in dessen dritterEhe. Sie starb am 12. Juli 1833 in Narwa am Nervenfieber.

Es stammten aus dieser zweiten Ehe noch zwei Kinder (31), die 1813, im Todes-jahr ihrer Eltern, jung in Witebsk am Typhus starben.

30. Carl Wilhelm Gottliel) von Wrangell, Baron zu Ludenliof;

Sohn von Carl Gustav Friedlich (15), ist in der Familie unter dem Namen ,.der Baja-zetsche" bekannt, welchen er, wie wir später erfahren werden, wegen der Eroberungder starken Festung Bajazet im Kaukasus erhalten hat. Er hat seine Lebensbeschreibungselbst verfasst, und geben wir dieselbe hier wörtlich wieder. Er sagt:

Ich wurde auf dem an der litauischen Grenze gelegenen Gute Ludwinowo,welches mein Vater für einen Herrn von Bonislawski arrendirte, am 22. Juli 1800 ge-boren. Da damals in der ganzen Umgegend kein lutherischer Prediger zu haben war,brachten meine Ludeschen Verwandten ihren Prediger, den Pastor Horeb, mit, welcherdie lutherische Taufe vollzog.

Im Februar 1802 verloren ich und meine Schwester, ich anderthalb Jahr, letzterevier Jahre, alt, unsere Mutter, und wurden zu unserer Grossmutter väterlicherseits, dergebornen Anna Maria von Gersdorff, nach Turnesliof gebracht und der liebevollen Pflegeder unverheiratheten Tante Gretchen von Wrangell (11) übergeben.

Meine Schwester ist bei ihnen erzogen und ei'wachsen und hat sie bis zu ihremTode nicht veidassen.

Bis zu meinem zehnten Jahre war ich bei einer Schwester meines Vaters, meinerTante Minna von Wrangell (13) in Lude, wo eine Französin im Hanse war und ichdie Sprache mit erlernte. Unterdessen war mein Vater nach Witebsk gezogen, kam1810 nach Livland, holte mich ab und erzählte mir auf der Reise in französischer Sprache,dass er geheirathet habe und ich Mutter und Schwester vorfinden würde.

Dieses war eine Nachricht, von der weder meine Schwester Lisinka (29), nochich eine Ahnung hatten. In Witebsk wurde ich der Stiefmutter übergeben und fand