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1 (1887)
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16. Hermann Gustav von Wrangeil, Baron zu Ludenhof, 1 )

Sohn von Jürgen Gustav (2), wird auch mit den Vornamen Hermann Georg geführt.Er war gehören 1686, getauft am 13. December in der Domkirche zu Reval; 1704 warer Fähnrich in Dorpat und 1708 schwedischer Kapitän im geworbenen Regiment desOberst Hans Heinrich von Dieven. Als solcher wurde er am 16. August 1708 beiWesenberg gefangen. Im Jahre 1722 kehrte er aus der Gefangenschaft von Tobolsk zurückund nahm 1724 als Major seinen Abschied. Er starb unverheirathet.

19. Georg Gustav von Wrangeil, Baron zu Ludenhof, 2 )

Sohn von Jürgen Gustav (2), war Erbherr auf Schloss Lude und erbte ausserdem vonseinem Vater noch Sadjärwo. Im Jahre 1753 kaufte er von dem Lieutenant ErnstVol'ratli von Gyllenschmidt für 20 300 Rubel das Gut Wernershof, neben welches er eineHoflage baute. Sodann kaufte er am 13. Decemher 1748 von seinem Schwager, demDornet Martin Heinrich von Löwenstern, Repshof und Toickfer für 10 000 Rubel und50 Dukaten nebst einem Reitpferde. Beide Güter verkaufte er am 19. des Brachmonats1762" dem Oberstlieutenant Otto Wilhelm Freiherrn von Fersen für 15 800 Rubel. Auchdas Gut Türsei bei Narwa hat er gekauft. Im Jahre 1730 war er Kapitän bei derSvea-Leibgarde und wurde 1739 Ordnungsgerichtsadjunkt in Gripsholm.

Von Georg Gustav ist uns bekannt, dass er sehr streitsüchtig war und ohne Grundviele Prozesse anhängig machte, deren Durchführung er dann seinen Sachwaltern über-liess, ohne dieselben jedoch vorher wahrheitsgetreu mit dem Sachverhalt vertraut gemachtzu haben. So berief er sich zuweilen auf Zeugen; sollte er sie aber stellen, so gab ervor, sie wären alle kürzlich gestorben. Schliesslich waren seine Sachwalter oft noch ge-zwungen, ihre Geldforderungen gerichtlich einzuklagen.

Georg Gustav hatte mit einer Jonierin einen natürlichen Sohn. Er nannte ihn mitVersetzung der Buchstaben „Granwel", liess ihn gut erziehen und die Rechte studiren.Nach vollendeten Studien trat dieser in russische Kriegsdienste, starb aber nichtlange darauf.

Zur Gattin hatte Georg Gustav Anna Beate von Löwenstern, eine Tochter desOberstwachtmeisters Carl von Löwenstern auf Anzen, welche am 6. März 1725 geborenwar und am 12. August 1787 zu Weslershof eines plötzlichen Todes starb; sie trank so-fort nach einem genommenen Bade Meth und Eiskellerbier und bekam einen Lungen-sclilag. Am 28. April 1783 hatte sie mit ihren unten genannten beiden Schwiegersöhneneinen Erbschafts- und Theilungs-Vertrag geschlossen, in welchem sie ihnen alles abtratund sich dagegen ein jährliches Einkommen von 2000 Rubeln ausmachte.

Sie hatten einen Sohn und drei Töchter:

1. Euphrosyne Elisabeth (39), vermählt mit dem Lieutenant a. D. GustavMagnus Baron Fersen, nachherigem livländischen Landrath, auf Lanhäl undWredenhagen, geboren am 10. April 1748. Er erhielt Sadjärwo.

i) Gadebusch Bd. 3.

'-) Gadebusch, Livl. Jahrbücher IV 2 bis 101.