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1 (1887)
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Im Jahre 1739 gehörte Carl Heinreich zur sogenannten Mütze" (Name einerPartei auf dem schwedischen Reichstage), war folglich wider den Krieg.

Am 18. des Weinmonats 1702 ging er mit 30 Mann der schwedischen Garde an-gesichts des Feindes bei Karziow über die Weichsel. Der König selbst wollte mit demPrinzen von Württemberg ihm hier folgen; allein die Brücke, welche zu schwach war,brach und beide kamen in Lebensgefahr. Freiherr von Wrangel hätte nun von dem Feindeleicht über den Haufen geworfen werden können; die Sachsen aber rührten sich nicht.Die Ursache hiervon war wohl, dass die Schweden die Höhe inne hatten und sobaldsich nur ein Feind sehen liess, mit ihren Stücken auf die äussersten Ecken des Waldesspielten. Indessen hatte man Zeit, den König und alle die übrigen, die mit ihm insWasser gefallen waren, zu retten und mehr Volk in Böten überzusetzen; dieses trug vielzur raschen Einnahme von Warschau bei. Bald darauf erfolgte die Beförderung desCarl Heinrich von Wrangel zum Oberstlieutenant bei den schonischen Dragonern;1709 wurde er aber von den Russen bei Pultawa gefangen und nach Moskau abgeführt.Nachdem er 1722 aus dieser Gefangenschaft nach Schweden zurückgekehrt, erfolgt seineErnennung zum Oberst bei den nyländischen Dragonern.

Als Schweden 1741 den Krieg an Russland erklärt hatte, wovon Freiherrvon Wrangel abgeredet, commandirte er als Generalmajor in Finnland nur 3000 Mann;er hatte jedoch eine Verstärkung durch General Löwenhaupt in Aussicht. Gegen diesegeringe Macht rückte der russische General Graf Lacy mit allen in Finnland stehendenrussischen Truppen heran und schlägt Carl Heinrich von Wrangel am 3. September beiWilmanstrand, nachdem sich die 3000 Schweden gegen 16 000 bis 18 000 Russen sechsStunden lang sehr brav gehalten hatten. Bei dieser Gelegenheit wurde Carl Heinrichdurch den Verlust eines Armes sehr schwer verwundet und nach der tapfersten Gegen-wehr blutend gefangen genommen. ')

Der General Graf Carl von Löwenhaupt berichtet an den König über diesestap fere Verhalten folgendes: ..Dasjenige, was sich mit General von Wrangeis Com-mando zugetragen, hat mich anfänglich, in Betrachtung der dabei verlornen Mannschaft,sehr gerüret. Jedoch hat der Muth und die innere Begierde der Soldaten, diesen von ihnenfür einen Schimpf gehaltenen Verlust, ohngeachtet ihre Kameraden ihr Leben theuer genugverkauft haben, zu ersetzen, mich wieder getröstet. Der Herr General von Wrangel istgefangen und nebst der Oberstlieutenants Wilbrand, Griepenhjelm, Graf Wasaborg undandere nach Viborg geführet worden. Sie sollen allesammt blessiret sein; einige mehr,andere weniger. Unsere Leute haben sich über die Masen wohl gehalten. Besondersmuss man dieses von den Dalkerlu, Sudermannlandischen und Westerbothnischen Soldatenrühmen: immasen drei Bataillons deren jedes aus 500 Mann bestanden, nicht nur gegen16 000 Mann feindlicher Truppen gefochten, sondern auch dieselben dreimal repoussiretund von ihren Kanonen zurückgetrieben haben. Der Graf Wasaborg hat diejenigen,welche in zwei Linien gegen ihn gestanden, zweimal über den Haufen geworfen; bei derdritten Attaque aber ist er übermannt Avorden etc." 2 )

1) Seit dieser Zeit trug Carl Heinrich Freiherr von Wrangel seinen Arm beständig in einer Binde.

2 ) Geschichte und Thaten des 1744 enthaupteten Grafen Carl von Löwenhaupt; Altona 1744; p. 244.