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1 (1887)
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Schanze auf Böten nach Wismar. Ungeachtet die Brandenburger den Pass Schwan be-setzt hielten, wurden dennoch die Arbeiten durch Soldaten fortgesetzt, kleine Ausfälle ge-macht und nicht selten brandenburgische Gefangene eingebracht. Am 28. Juli verbot vonWrangel die Ausfuhr von Getreide aus der Stadt, und am 8. September mussten dieMüller vor den Thoren ilire Mühlen unbrauchbar machen und die Mühlsteine in dieStadt bringen, sowie sämmtliche wismarsche Dorfschaften ihr Vieh und Habe in dieStadt schaffen, damit es nicht von den Dänen genommen werden könne."

Am 10. September liess von Wrangel die dänischen Truppen am Galgenbergevor dem Mecklenburger Thor mit Geschütz beschiessen. Fortgesetzte Scharmützel undKämpfe mit den Dänen reizten doch endlich dieselben so, dass sie glühende Kugeln indie Stadt warfen, die auch verschiedentliche Male zündeten, so dass von Wrangel vonden Kanzeln eine Instruction verkünden liess, wie man diesen Feuern zu entgehen habe,auch ordnete er die Entfernung von Stroh und anderen feuerfangenden Gegenständen ausder Stadt an, und liess über die Ausführung seiner Befehle Visitationen anstellen. Am28. October ward die Schanze auf dem Galgenberge fertig und eine zweite auf demLehmberge angelegt. Ein am 11. November angeordneter Ausfäll hatte wegen schlechterLeitung nicht den gewünschten Erfolg; man ward aber gewahr, dass die Dänen sich mitihren Aprochen gegen das Neuwerk und den Schiessangel genähert. Deshalb zog man dieGeschütze vom Galgenberge näher heran und richtete die Stadt selbst zur stärksten Ver-theidigung ein. Vom 20. November bis zum 13. December fand ein starkes Bewerfenvon Wismar statt. Am letztgenannten Tage wurde eine für von Wrangel ehrenvolleCapitulation abgeschlossen, das Mecklenburger Thor von den Dänen besetzt, und am14. December zogen die Schweden mit 12 Fahnen nach Kriegsgebrauch unter Gouverneurvon Wrangel und Commandanten Graf Carlsson aus der Stadt. Bald darauf kamepsie aber in Begleitung zweier dänischer Generale wieder zurück und hielten in Wismardas Mittagsmahl." 1 )

Gustav von Wrangel starb am 26. October 1688 und wurde in der Nordebäcks-Kirche beigesetzt.

Er hatte sich im Juli 1653 in Gegenwart der Königin mit Marie von Sparre,Tochter des Reichsrathes Peter Erikson von Sparre, Freiherrn zu Kroneberg, in dessenerster Ehe mit Elsa von Posse, vermählt. Sie starb zu Hamburg 1674.

Aus der Ehe stammten ein Sohn, Kasimir Sigismund (8) und drei Töchter:

1. Hedwig (6), welche 1723^ zu Yibyholm lebte, woselbst sich auch ihr Portrait,gemalt von Scheffer 1723, befindet.

2. Agnes (7) war Hoffräulein bei der Königin, der Gemahlin Carls X.; sie starb1730 unverheirathet. Auf der Rückseite ihres Portraits, welches sich inSäby befindet, steht:Auch verwandt mit Landeshauptmann Jacob LudwigSaltza, dessen Grossmutter Catharina von Wrangel war."

3. Margarethe (9), welche sich mit dem schwedischen Major Johann von Rosen-stjerna vermählte, 1700 zu Sundyholm starb und in Mälläsakyrka beerdigt wurde.

i) M. d. Springius, "Wahrhaftige Erzählung dessen, was anno 1675 vor, in und kurz nach der Belagerung der Königlichen StadtWismar sich daselbst zugetragen, p. 1: in Schröder, Beschreibung von Wismar, p. 369; Bibliothek Wismar.