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8. Adolf Hermann von Wrangel, Freiherr zu Lindeberg, 9
Sohn von Hermann (2), geboren 1628, starb am 16. Juni 1656. Wir haben ihn zumStammvater des Nebenzweiges des Hauses Lindeberg, Haus Säby (Tabelle VIA) gesetzt.Seine Nachkommen leben noch heutigen Tages.
9. Heinrich Wilhelm von Wrangel,
Solm von Hermann (2), geboren um 1638, verstarb schon am 20. November 1643.
11. Johann Friedrich von Wrangel, Freiherr zu Lindeberg, 2 )
Sohn von Hermann (2), ward den 11. Juli 164Q zu Stockholm geboren und verstarb da-selbst den 10. Mai 1662. Sein Banner befindet sich in Skokloster.
12. Wolmar Hermann von Wrangel, Freiherr zu Lindeberg, 3 )
Sohn von Hermann (2), Erbherr auf Oberpahlen, Odenpäh, Wrangeishof, Walküll,Boglösa und Svinesund, war am 1. November 1641 geboren. Er kam jung an denHof des Königs Carl XI. und sollte 1654 nach Ungarn gehen; aber der bald darauf er-folgte Friede machte solches unnöthig; 1658 wurde er zum Rittmeister, 1665 zum Oberstbei Uplands CavaUerie, am 12. November 1674 zum Generallieutena'it der Caval-lerie befördert, und bald darauf ernannte ihn der König zum Reichsrath.
Gegen das Jahr 1670 war Wolmar von Wrangel bei Hofe ein sehr angesehenerMann, übte dort einen bedeutenden Einfluss aus, namentlich während der RegierungKönig Carls XI. Wir finden ihn als das Haupt der damals sogenannten „von Wrangei-schen Partei". So gab man ihm auch schuld, dass er den König wider die Senatorenund Grossen des Reiches aufreize, was den König veranlasste, von den letzteren Rechen-schaft über ihre Verwaltung während seiner Minderjährigkeit zu fordern.
Der militärischen Thätigkeit Wolmar Hermanns haben wir bereits in der Lebens-geschichte des Feldherrn Carl Gustav Graf Wrangel (VI 6) Erwähnung gethan, wowir berichteten, dass ihm an Stelle seines erkra nk ten Stiefbruders im Jahre 1675 dieFührung der schwedischen Armee gegen den Kurfürsten von Brandenburg übertragenwurde. Um Wiederholungen zu vermeiden, verweisen wir deshalb hier auf jene Mit-theüungen. Sein Portrait befindet sich in Säby.
Am 22. Februar 1665 vermählte er sich in Stockholm mit der Gräfin Christianevon Wasaborg, geboren 1641, gestorben den 9. September 1709 in Dorpat, 4 ) Tochter desGouverneurs und Reichsraths Gustaf Edlen von Gustafson, Barons und Grafen von Wasaborgauf Hundslosen, Nystadt, Wibyliolm, Saris, Wilshausen und Dahlen, und der Anna SophieGräfin von Wied-Runkel (Tochter des Grafen Hermann zu Wied, Runkel und Isenburg,Enkelin des Königs Gustav Adolf). 5 ) Sie machte mit ihrem Gemahl 1675 den branden-burgischen Feldzug mit und ward in der Stadt Fehrbellin bei der Eroberung des
Hupel, YI, 15, 16, 17, Tab. XI. — Wappen sielie Tafel 4.
2) Hupel, Tab. XI. — Wappen siehe Tafel 4.
3 ) Wappen siehe Tafel 4.
4) K.-B. Dorpat.
5 ) Sljernmann p. 94 ff.