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Was nrni den Nachlass des Feldherrn anbetrifft, so erbte die älteste Tochter Mar-garethe Jnlianne das Schloss Skokloster mit allen darin befindlichen Schätzen; diezweite Tochter Eleonore Sophie bekam Schloss Spyker und die Besitzungen aufRügen; die dritte Tochter Polydora Christina erhielt das Gut und Vorwerk Wrangels-burg nebst Crepzow.
Da Carl Gustav Graf Wrangel ohne männliche Nachkommen starb, so erloschnicht allein mit ihm der Stamm der Grafen von Salmis, sondern es fielen auch dieGüter an seine Schwiegersöhne.
Am 1. Juni 1640 hatte sich Carl Gustav von Wrangel im Lager vor Erfurtmit Anna Margarethe von Haugwitz, Tochter des Balthasar Joachim von Haugwitz,Erbherrn auf Calbe an der Saale, und Sophie von Veltheim aus Harpke, vermählt. Siewar am 18. Januar 1622 zu Calbe geboren, starb am 20. März 1673 in Stockholm undward erst in die Hauptkirche, am 11. Mai aber in die Ritterholms-Kirche überführt.Es waren hierbei zugegen: der König, die Königin-Wittwe, einige fürstliche Personen,die Reichsräthe u. s. w. Später wurde sie dann im Wrangeischen Erbbegräbnisszu Skokloster beigesetzt.*)
Von ihr befinden sich Portraits zu Sko, Säby und Hesselby. Sie führt das-selbe Wappen, wie Herzog Magnus von Ostergöthlands Maitresse, Anna von Haubitz,nä mli ch ein schwarzes Widderhaupt mit Krone, welches heute noch das in Deutschlandflorirende Geschlecht der Grafen Haubitz führt.
Sie hat selbst ihren Lebenslauf beschrieben, welcher bei ihrem Begräbniss verlesenwurde. Sie hatte in dem Kriege fast alles eingebiisst, auch ihren Vater 1626 und ihreMutter 1630 verloren. Ihre Verwandten, welche gleichfalls nicht über grosse Besitz-thümer verfügten, hatten sie in das Kloster zu Egeln gethan. Hier fand sie die ver-wittwete Gräfin von Löwenstein, welche sie zu sich nahm mit den Worten: „Ich bineine Wittwe, sie eine Waise, ich habe selber nicht viel, doch kann ich das Kind hiernicht lassen und fürchte, dass sie zur römisch-katholischen Religion verführet werde, wasmir Gott geben wird, solle sie auch gemessen."
Die Begegnung mit dieser Dame rühmte Anna Margarethe bis an ihr Ende. Vier-zehn Tage vor dem Tode dieser.Gräfin verlobte sie sich mit von Wrangel. Die Gräfinstarb am 28. Mai 1640.
Anna Margarethe begleitete, wie dies damals üblich war, ihren Gemahl auf allenseinen Kriegszügen in Deutschland.
So finden wir sie 1648 zu Dingolfing; am 14. Mai reist sie mit ihrer TochterMargarethe Julianne nach Nürnberg, um ihren kleinen Sohn Carl Philipp abzuholen;am 14. November 1648 trifft sie mit ihren Kindern im Hauptquartier zu Schweinfurt einund wird im Hause des Dr. Bausch auf dem Rossmarkt untergebracht.
1666 ist sie in Stade, trifft am 4. (14.) September im Lager vor Bremen ein-;hier wird namentlich ihr Zelt stark mit Stücken beworfen.
i) Ein Abdruck der vom deutseben Oberhofprediger M. Johann Heinrich Gerthen gehaltenen und in demselben Jahre in Stock-holm gedruckten Leichenpredigt befindet sich in der Ludesclien Brieflade.
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