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ihres Klosters energisch zu wahren wusste. Von ihr wird ausserdem berichtet, dass sieeine eifrige Vorsteherin der Schwesterschaft gewesen sei und sich mit Ernst und Nach-druck dem Einfluss der reformatorischen Kirchen-Neuerungen bezüglich ihres Klosterswidersetzt habe. — So liess sie z. B. keine ihrer Nonnen heirathen, obgleich dieses damalsganz landesüblich war. Ebenso durfte keine Nonne aus dem Kloster gehen oder dasEvangelium annehmen.
Durch die Einführung der Reformation hatten die städtischen Verhältnisse undderen Verwaltung in Riga eine bedeutsame Umgestaltung erfahren.
Die Stadt hatte nach dem Tode des Erzbischofs Schöning vier Klöster eingezogen,das Marien-Magdalenen-Kloster aber, welches unter der Ritterschaft stand, weil derenTöchter dort erzogen wurden, blieb vorläufig in seiner bisherigen Gestalt noch weiterbestehen und im Jahre 1556 hatte es sich in einer Streitsache wegen Heuschläge sogardes Schutzes des Ordensmeisters zu erfreuen. Um diese Zeit sehen wir die Aebtissinvon Wrangel eifrig bemüht, die Bestätigung des Besitzes von Blumenthal oder Jungfern-hof, welches zum Kloster gehörte, zu erlangen.
Unter ihrer Nachfolgerin von Dönhof lockerten sich aber die Klosterverhältnissebald derartig, dass zuletzt nur noch drei Nonnen übrig bleiben und das Kloster schliess-lich an die Jesuiten kommt. x )
Adelperta liegt im Marien-Magdalenen-Kloster, in welchem sie so lange mitErnst und Strenge in Gottesfurcht gewirkt, begraben.
6. Hans von Wrangel,
Sohn von Vicke I. (1). Er war Erbherr auf Tolsburg, Ellistfer (Ikaver) und Selckis(im Tolsburger Gebiet) und besass nach Zeugnissen schon 1500 Kawel, 2 ) — Hof und GutEllistfer hatte er 1523 von Heinrich Tuve gekauft und war ihm 1524 vom BischofJohannes zu Dorpat der Kauf bestätigt worden. 3 ) Am 3. März desselben Jahres hatteHans wegen Ellistfer (hier Iggafer genannt) vor dem Manntage im Schlosse zu Dorpateinen Streit mit Jürgen Brakel, welcher Ansprüche auf den Erbnamen der Hof-Mühle unddes Dorfes ikaver machte, während doch Hans das Erbrecht von dem Erbherrn, demverstorbenen Heinrich Tuve von Fyhr, in aller Form gekauft hatte. Hans legte daherden Erbkaulbrief und den Kaufbrief vor, in welchem Tuve ihm den Erbnamen überlassenhatte, ferner brachte er einen Brief des Bischofs Johannes bei, worin dieser den Hofund die Güter Ikaver an Claus von Ungern verkauft hatte, von welchem dieselbenwieder an Heinrich Tuve übergegangen waren.
Dagegen unterbreitete Jürgen Brakel dem Gericht einen Brief, laut welchem ihmseines Vaters Bruder Lorenz Brakel diesen Erbnamen übertragen hatte. Hierzu sei er-läutert, dass letzterer denselben vom Bischof Johannes erhalten hatte, dass der betreffendeBrief aber verloren gegangen war. Demungeachtet wurden die Dokumente des Hansvon Wrangel für richtig befunden und demselben durch Entscheidung des 'genanntenBischofs der Erbname zuerkannt.
!) Carl Cröger, Gesch. von Esthland, Livland und Kurland Th. II p. 211.
2) von Toll, Briefl. I p. 318 Nr 601.
3 ) Briefl. Ellistfer.
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