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1 (1887)
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Berlin wurde.*) Wegen seiner geleisteten Kriegsdienste erhielt er vom KurfürstenFriedrich Wilhelm von Brandenburg am 23. September 1676 das von WolffratsclieGut Lüssow (172 Meilen von Anclam belegen) in Pommern geschenkt. Im Jahre

1679 kaufte er vom Bürgermeister Johann Tieifenbach das 72 Meile von Bernauund etwa 372 Meilen nördlich von Berlin belegene Rittergut Börnicke, liess hier

1680 die Kirche renoviren und ward in derselben nach seinem am 5. Januar 1685zu Berlin erfolgten Tode beigesetzt. Seine Ehefrau war Anna Hellervast vonBerbeche, welche am 25. Mai 1687 im Amt Marienfliess verstarb; den 8. Juniwurde ihre Leiche von dort nach Börnicke übergeführt und daselbst feierlichst bei-gesetzt. Er hatte einen Sohn Friedrich Wilhelm (42) und eine Tochter

Julianne Eleonore (41), welche den 15. November 1667 geboren wurde undsich am 17. December 1684 mit George Christoph von Wacholtz (aus einempommerschen Geschlecht), kurbrandenburgischer Oberkammerjunker und Stifts-hauptmann zu Marienfliess, Domprobst zu Cammin, Erbherr auf Darigschlag,Altenhof, Börnicke und Schweitz, vermählt wurde.

Sie verstarb den 27. Januar 1692 an den Masern zu Berlin und ward inBörnicke beigesetzt. Der Prediger Benj. Ursinus zu Cölln an der Spree hieltüber das ThemaSpiegel der Sterblichkeit" die Leichenpredigt, welche am20. October 1692 im Druck erschien. In Kurkenfeld zu Tabelle XX befin-det sich ein alter Stahlstich, der diese Dame darstellt; darunterstehen die Verse:So war der Wrangelin geeichte vnd gestalt,

Die Tugend, Gottesfurcht vnd Zierde der gebeerden,

Damit sie war begabt, kan nicht entworfen werden,

Dem Himmel war Sie lieb, drumb nahm Er Sie so baldt,

Ihr Wacholtz, den da stets Ihr abschiedt sehr betrübet,

Zeigt durch dieses Denkmahl an, wie sehr Sie ihn geliebet."

Nach Wacholtz Tode, dessen Datum nicht mitgetheilt, verkauften seineErbnehmer Börnicke, welches er von seinem Schwiegervater geerbt hatte,an Johann Stephan von Barfuss. In der Kirche zu Börnicke befinden sich amAltar und am herrschaftlichen Stuhl je ein Gedenkstein des Wolmar vonWrang,el. Beide Steine tragen die Jahreszahl 1683 und die Wappen Wolmar sund dessen Frau. An der Kirchenwand sehen wir in zwei Reihen zwei männ-liche und zwei weibliche Brustbilder, umgeben von 24 Wappen, mit der Jahres-zahl 1667.

42. Friedrich Wilhelm von Wrangell, Sohn des Wolmar (40) wurde den 13. März

1686 geboren und am 14. März vom Kurprinzen Friedrich, spätem KönigFriedrich I. von Preussen, im Dom zu Berlin über Taufe gehalten, verstarbaber schon am 8. Juni desselben Jahres.

43. Franz Georg von Wrangel, Cornet in der livländischen und esthländischen Adels-

fahne, gerieth 1709 bei dem Gefecht am Dnjepr in Gefangenschaft und wurdenach Tobolsk transportirt. (Eines I 144, Anmerkung 23.)

!) Acta: Königl. Preuss. Kriegs-Minist. Gell. Archiv. Er führte in seinem Wappen dieWrangel-Mauer" zwischen denbeiden Adlerflügeln im Helmschmuck.