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1 (1887)
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An die Mitglieder unserer Familie.

Wenn es seit vielen Jahren ein Wunsch der Familievon Wrangel" war,die in dem Besitze einzelner ihrer Mitglieder befindlichen Nachrichten, Nekrologeoder sonstige Familienarbeiten von diesem oder jenem ihrer G-lieder gesammelt unddaraus eine Geschichte ihrer Familie hergestellt zu sehen so war dieser Wunschgerechtfertigt durch das Alter unseres Geschlechtes, durch die Ausbreitung, welche das-selbe im Laufe der Jahrhunderte in den verschiedensten Ländern erhalten hat, undendlich durch ein gewisses Gefühl der Pflicht, erzeugt durch das Verlangen, den Nach-kommen der Familie das Andenken an unsere Vorfahren wach zu erhalten durch derenmöglichst wahrheitsgetreue, ungeschminkte Lebensbilder.

Wenn in der Diesem vorstehenden Ansprache darauf hingewiesen ist, wie diegestellte schwierige Aufgabe und durch welche Beihülfen dieselbe zu einem so anerken-nenswerthen Ausgang gelöst ist, so sind wir der Vorstand der Familie auch andieser Stelle auszusprechen verpflichtet, zu welchem herzlichen Danke wir allen, welchean der Vollendung des Ganzen mitgewirkt haben, verbunden sind.

Können wir doch nun unter Zugrundelegung der sorgsamsten Nachforschungenbeweisen, dass die ersten zuverlässigen Nachrichten über einzelne Familienmitglieder inden Anfang des dreizehnten Jahrhunderts fallen, wo sie als Domini bezeichnet wurden,allerdings meist nur unter Anführung ihrer Namen und ohne alle näheren Angaben überihre sonstigen Verhältnisse. Ja selbst im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert weisendie Urkunden nur mangelhaft zusammengestellte und wenig interessante Lebensbilder nach,während vom sechzehnten Jahrhundert ab sich einzelne Persönlichkeiten aus der All-gemeinheit hervorheben, und in den späteren Zeiten immer häufiger Familienglieder auf-treten, deren Lebensthätigkeit Interesse in den weitesten Kreisen- nicht nur in denender Familie wachzurufen im stände war.

Vorwiegend war und ist unser Geschlecht dem Kriegshandwerk ergeben gewesen;dürfen wir doch darauf hinweisen, dass Hunderte von unseren Vorfahren ihr Blut auf demFelde der Ehre vergossen und wohl ebensoviel mit ihren Leibern auf den verschie-