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Mannigfaltigkeit von Umständen vor, die, wie auch die sozialenVerhältnisse gestaltet sind, verursachen, daß viele Frauen unver-heiratet durchs Leben gehen. Wenn wir darum annehmen, daßdie unverheiratet bleibenden ungefähr i2°/ 0 aller Frauen in dembesprochenen Alter ausmachen, so ist damit sicher die äußersteGrenze der Ffeiratsmöglichkeit angegeben. : ) Dieser Angabe nachwären somit 88 °/ 0 sämtlicher Frauen im Alter von 20—45 J.,oder 154 auf 1000 des ganzen Volkes, verheiratet. Nun ist nochzu bestimmen, wie viele von diesen Kinder bekommen. Allerbisher gemachten Erfahrung nach ist über ein Achtel oder eben-falls ungefähr 12 °/ 0 der Ehen steril. Zieht man diese auch ab,so verbleiben 135 auf 1000 der Volksmenge, die Ehen eingehenund Kinder bekommen. Mit einer Fruchtbarkeit von nur zweilebend geborenen Kindern in jeder Ehe erhält die Rechnungfolgendes Aussehen:
10,8 Kinder auf 1000 der Volksmenge jährlich. -)
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Dies ist also die Nativität des Zweikindersystems, und zwarnicht unter den jetzigen, sondern bei den denkbar günstigstenEheverhäitnissen. Wohin es bei einem so geringen Zuwachsführen würde, ist klar. Es würde lange nicht die Verheerungendes Todes, nicht einmal bei der äußerst geringen Mortalität inSchweden für dieselbe Zeit von 16,5 °/oo decken können. Klarist aber, daß letztere Ziffer sich in einer stationären oder ab-nehmenden Bevölkerung mit keiner Emigration viel höher stellenmuß. Der mittleren Lebensdauer für Neugeborene nach zu urteilen(50,02 Jahre, 1881 —1890 in Schweden), könnte sie nicht weniger
1) In Frankreich, wo das Zweikindersystem so verbreitet ist, ist die AnzahlEhen und verheiratete Frauen in diesen Altern zwar größer als in Schweden, abernicht so groß wie in Deutschland und England. Von sämtlichen Frauen im Alter von20—45 Jahren waren 1890 36,4 °/ 0 unverheiratet (inkl. Witwen und Geschiedenen).
2) Um eine andere rationellere Methode, die Nativität des Zweikindersystems,freilich nicht in der Wirklichkeit, aber als Maximum zu finden, wäre anzunehmen, daßalle Frauen (nach obiger Annahme), die sich überhaupt verheiraten und in der Ehe Kinderbekommen, diese Wehrpflicht der Generation schon im Alter von 20—25 Jahre er-füllten. Aber auch unter dieser für das System günstigen Annahme, wo z. B. daserste Kind im Alter von 21—22, das zweite zu 24—25 Jahren käme und der jähr-liche Stock Neugeborener also gleich diesen Altersklassen minus der, die sich niemalsverheiraten oder als Verheiratete keine Kinder bekommen, würde, kommt man dochzu keiner höheren Nativität als ungefähr 13 °/ 00 .