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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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Die Größe der Familien ist nämlich einerseits ein Resultat derFruchtbarkeit, andererseits der Sterblichkeit. Die letztere reduziertdie Kinderzahl und vergrößert dadurch die Zahl der kleinerenFamilien auf Kosten der größeren. Sind bestimmte Wünschebetreffs der Anzahl Kinder vorhanden, so müssen auch sie sichhierbei zu erkennen geben. In letzterer Beziehung können wirnur konstatieren, daß die kleinen Familien mit i bis 3 Kindernin großer Majorität sind, indem sie 50 % sämtlicher Familien und,nur die mit Kindern gerechnet, ungefähr 60 °/ 0 betragen.

Die größte aller Gruppen sind die Familien mit zwei Kindern.

Unzweifelhaft zeigt sich in diesem allem eine bestimmteTendenz, obschon zugegeben werden muß, daß dieselbe keines-wegs die Erscheinung beherrscht. Es gibt noch heute im Adelnicht wenig große Familien, vor allem aber eine Menge, beidenen sich sicher keine bewußte Absicht, die Anzahl der Kinderzu begrenzen, zu erkennen gibt. Daß sich dagegen in gewissenanderen adligen Familien eine solche Tendenz wirklich geltendmacht, das beweist die obige Statistik über die Fruchtbarkeit,sowie, wenn auch nicht so deutlich, das hier Mitgeteilte. Dieallgemeine Durchschnittszahl für die Familien des Adels, 2,78Kinder auf die Familie, und unter Ausschluß der kinderlosenFamilien 3,38, ist deshalb kein allmächtig diese Verhältnisse be-herrschender Typus. Verschiedenen Anzeichen nach zu urteilen,sieht es jedoch so aus, als wenn ein Anfang dazu vorhandenwäre. Die Zwei- und Dreikinderfamilien sind wie ein Konden-sierungspunkt, um den sich eine immer größere Anzahl vonsolchen sammeln zu wollen scheint 1 ).

Interessant wäre ein Vergleich zwischen den hier gefundenenZahlen und den entsprechenden für das ganze schwedische Volk,sowie für andere Volksgruppen; aber derartige Vergleichsgliedersind, wie gewöhnlich, noch selten. Wir haben selbst ein solchesin der Statistik über die Lehrer an den schwedischen Universitätenund höheren Lehranstalten angefertigt. Im Vergleich zu diesen, dienur 2,12 Kinder auf die Familie und, die kinderlosen abgerechnet,2,81 aufzuweisen vermögen, sind die adligen Familien nicht klein.Andere passende Vergleiche sind nicht leicht ausfindig zu machen.Frankreich hat zwar seit 1886 eine Statistik über die Größe der

1) In den 148 Familien, die in einen niedrigeren Stand zurückgegangen sind,bilden die Drei- und Vierkinderfamilien, 23 resp. 22, die größten Gruppen.