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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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Hierauf beschränken sich die exakten Vergleiche, die wirzur Zeit anstellen können. Wohl liegen, wie oben erwähnt,einige andere Untersuchungen sowohl über die Fruchtbarkeitin verschiedenen Klassen wie nach dem Alter der Ehe vor,aber in keinem Falle sind diese beiden Momente kombiniert.So ist auch die soziale Gruppierung nach reichen und armenQuartieren, die Bertillons Studie zugrunde liegt, ziemlich sum-marisch. Aus diesem Grunde können die Resultate dieser ver-schiedenen Untersuchungen nur schlecht mit den hier vorgelegtenZahlen oder untereinander verglichen werden Wir begnügenuns damit, einige der Resultate, zu denen man gekommen ist,unter dem Texte anzuführen 1 ). Was wir erfahren, berechtigtindessen zu dem allgemeinen Schluß, daß die Fruchtbarkeitdes schwedischen Adels schon jetzt in den meistenFällen niedrig ist. Und, wie es scheint, wird sie mit jedemJahre niedriger.

Der Adel Finlands. Ohne uns bei einer allgemeinen Über-sicht aufzuhalten, die uns keine besonderen Aufschlüsse betreffsdes Adels Finlands geben kann, gehen wir sofort an eine Dar-stellung der Fruchtbarkeit nach dem Alter der Ehen. Denersten Einblick hierein verschafft uns die nachstehende Zusammen-stellung.

l) Nach dem Alter der Ehen ist die Fruchtbarkeit von Böckh für Berlinund von Korösy für Budapest bestimmt worden. Laut der zuerst genannten Statistik,die das Jahr 1885 betrifft, hatten von den bestehenden Ehen, die 25 Jahre und dar-über gedauert hatten, 11,2 Proz. o Kinder, 26,6 Proz. 13 Kinder, 30,3 Proz. 46Kinder, 19,7 Proz. 79 Kinder, sowie 12,2 Proz. 10 Kinder und mehr hervorge-bracht, oder im Durchschnitt für sämtliche Ehen 5,07 Proz. Kinder. (Nach v. Mayr,Statistik etc., II, S. 149.) Korösy gibt die Kinderzahl folgendermaßen an: Ehenin den Altern von o5 Jahren 0,77 Kinder, von 510 Jahren 1,68 Kinder, von1015 Jahren 2,31 Kinder, von 1520 Jahren 2,81 Kinder, von 2025 Jahren3,25 Kinder, von 2530 Jahren 3,46 Kinder, von 30 Jahren und darüber 4,09 Kinder,sowie im Durchschnitt für alle 2,76 Kinder. Also eine sehr niedrige Fruchtbarkeit!(Mitteilung an das Institut international de Statistiqne bei dessen Session 1901.)Bertillon wie Turquan berichten nur über die zur Zeit der Zählung lebenden, nichtüber die vorher gestorbenen Kinder. Die Zahlen, die man damit erhält, drücken in-dessen nicht so sehr die Größe der Fruchtbarkeit, als die der Familie aus. Sie ge-hören deshalb eher in das nächste Kapitel als in dieses.

Fahlbeck, Der schwedische Adel. Ii