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Tempo, sogar bis zur letzten Gruppe, den 25jährigen und nochälteren Ehen, fortfährt. Dies scheint im Widerspruch zur allge-meinen Erfahrung zu stehen, daß das Gebären von Kindern ge-wöhnlich nach einer 15- und höchstens 20jährigen Ehe aufhört.Wahrscheinlich ist dies jedoch so zu erklären, daß die vor 20Jahren und früher gestifteten Ehen reicher mit Kindern gesegnetwaren, als die in der letzten Zeit geschlossenen, wodurch dieZahlen in unserer Tabelle mit dem Alter fortwährend steigenmüssen. Im übrigen legen diese Zahlen von keiner großenFruchtbarkeit Zeugnis ab; das höchste ist 5,16 Kinder. Die an-geführten Zahlen sind indessen Durchschnittszahlen, die bedeu-tende Unterschiede in sich schließen und deshalb auch keinenvollen Einblick in die Gestaltung der Furchtbarkeit gewähren.Hierzu ist eine andere Darstellungsart erforderlich. Allein bevorwir daran gehen, müssen wir noch eine Beobachtung festhalten,zu der die angeführten Zahlen Anlaß geben. Der Vergleichzwischen den bestehenden und den aufgelösten Ehen — und einsolcher Vergleich ist jetzt möglich — lehrt, daß die Kinderzahlin den letzteren beinahe durchweg größer ist, als in den ersteren.Auch die erste Entwickelung der Fruchtbarkeit vollzieht sich inden in der Regel zeitlich weiter rückwärts liegenden aufgelöstenEhen schneller als in den noch bestehenden. Dies ist bedeu-tungsvoll, denn wir können daraus verstehen, daß die Frucht-barkeit in fortgesetztem Sinken begriffen ist. Der Ver-gleich oben mit den Ehen in den ganz ausgestorbenen Gliedernder jetzt lebenden Geschlechter zeigte für diese eine größereFruchtbarkeit als in den hier behandelten aufgelösten Ehen, unddie letzteren weisen ihrerseits eine höhere Kinderzahl auf als dienoch bestehenden. Dies ist ein fortgesetztes Decrescendo, dassich nicht mißdeuten läßt.
Wir dürfen aber bei dieser ersten Analyse nicht stehenbleiben. Sie gibt uns nur Durchschnittszahlen, aber keine Typen.Um solche zu finden und überhaupt das Maß der Fruchtbarkeitrecht zu bestimmen, müssen wir anders zu Wege gehen, müssendie Ehen selbst so, wie es die untenstehende Tabelle angibt, nachdem Alter und der Kinderzahl einteilen. Hierbei werden diekinderlosen Ehen ausgeschlossen, um dadurch dem Elementeder natürlichen Sterilität zu entgehen, das besonders in so kleinenMassen wie die, mit denen wir hier operieren, Störungen be-reiten kann.