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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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Richtung wie im schwedischen. Doch sind sie, besonders was dieder Männer betrifft, nicht ganz so groß. Ein anderer Unterschiedist der, daß in Unland das Heiratsalter allgemein niedriger ist als inSchweden; es ist beim ganzen Volke nicht unbedeutend niedriger,und folglich auch bei der auserwählten Masse. Oben wurdedarauf hingewiesen, daß das Heiratsalter für Männer der oberenKlassen überall ein hohes und ziemlich überall dasselbe sei. Dievorstehenden Ziffern zeigen indessen, daß hierin nicht so geringeVariationen vorkommen können, indem die Zahlen für die höherenKlassen stets, wenn auch in einer gewissen Entfernung, den fürdas ganze Volk geltenden folgen. Wo diese, wie in Finland,niedrig sind, sind auch die ersteren niedriger als bei Völkernmit höheren allgemeinen Ziffern.

Stark tritt ferner in diesen Zahlen der Unterschied imHeiratsalter zwischen Männern und Frauen, sowie das niedrigeAlter für die letzteren hervor. Der Unterschied zwischen Männernund Frauen beträgt in der ersten Ehe unter dem Adel in denbestehenden Ehen sechs, in den aufgelösten bis zu neun Jahren,während der entsprechende Unterschied im Volke nur zwei Jahreausmacht. Dennoch ist dieser Altersunterschied in den bestehendenEhen nicht größer als der im schwedischen Adel; infolge desniedrigen Alters des Mannes ist aber das Heiratsalter der Fraufür Töchter eines nordischen Volkes und für die Jetztzeit un-gewöhnlich niedrig. Zu noch besserer Beleuchtung dieser Ver-hältnisse wollen wir eine ebensolche Tabelle über Heiraten nachdem Alter aufstellen, wie wir es oben für den schwedischenAdel getan haben.

(Siehe Zusammenstellung p. 230.)

Wie klein die Zahlen auch sind und wie sehr sie deshalb demZufalle unterworfen sind, so dürften die Aufschlüsse, die die aufsie gestützten relativen ergeben, doch als ganz typisch betrachtetwerden können. Die Frauen verheiraten sich in Finland im all-gemeinen , besonders aber im Adel, früh. Nicht weniger als1415 % treten vor erreichtem zwanzigsten und nicht viel wenigerals zwei Drittel aller (62 °/ 0 ) vor dem fünfundzwanzigsten Jahrevor den Altar. Dies spiegelt die Auffassung einer vergangenen Zeitwieder. Zur Zeit unserer Großeltern wurde ein junges Mädchenschon mit sechzehn bis achtzehn Jahren als reif zur Ehe be-trachtet. Die höheren (inländischen Gesellschaftsklassen beharrenin diesem Falle noch bei einer ähnlichen Auffassung. So lebt