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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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Ein weiteres Nachdenken lehrt jedoch, daß dies nicht derFall sein kann. Wahr ist zwar, daß ein jedes der Momente, diezum Untergange der Geschlechter beitragen, rein zufällig vor-kommen kann; damit deren Wirkung aber die sein soll, diesie jetzt ist, und damit der Tod in so vielen Fällen folgt, dazuist erforderlich, daß die Geschlechter ganz klein sind. IhrerNatur nach sind sie zur Zeit ihres Anfanges so beschaffen. Des-halb sterben auch so viele Geschlechter, bevor sie ein größeresAlter mit daraus folgender größerer Personenzahl erreicht haben.Wenn die Geschlechter aber diese ersten kritischen Zeiten über-lebt haben, so hätten sie, ebenfalls ihrer Natur nach, eine solcheGröße erreicht haben müssen, daß jene Zufälligkeiten keine Machtmehr über sie besitzen. Daß die meisten Geschlechter, wie wiroben gesehen haben, trotz eines genügend hohen Alters doch soklein sind, das kann kein Werk des Zufalles sein. Die durchweggeringe Größe der Geschlechter beweist, daß hier konstanteKräfte in Tätigkeit sind, die sie auf einer so niedrigen Zifferdaniederhalten. Denn herrschte, wie beim Glückspiel, nur derZufall, so wären ungefähr ebensoviele große wie kleine Ge-schlechter, oder jedenfalls eine Menge großer Geschlechter vor-handen. Schwarze und weiße Kugeln kommen bei fortgesetztemSpiel gleich oft; das Resultat müßte also,' falls die auf den Be-stand der Geschlechter einwirkenden Kräfte nur zufällig und nachArt des Glücksspieles aufgetreten wären, ein ganz anderes sein,als es, sowohl was ausgestorbene wie lebende Geschlechter betrifft,jetzt ist. Schon die allgemeine Kenntnis der Größe der Geschlechterbeweist demnach, daß hier nicht der Zufall allein, sondern außer-dem konstant wirkende Kräfte ihr Spiel treiben. Vielleichtkann man das Verhältnis der beiden Ursachen zu einander unddie Rolle, die jede bei diesem Drama spielt, so ausdrücken: DerZufall ist der Henker, der das Urteil, das die konstant wirkendenKräfte über die Geschlechter schon längst verhängt haben, zuletztvollstreckt.

Aber auch andere Erwägungen führen zu demselben Schluß-satz. Gewisse der nachgewiesenen Veränderungen sinfl der Art,daß sie in keiner Weise dem Zufalle zugeschrieben werden können.So die wunderbaren mit den Gliedern fortschreitenden Verände-rungen im Geschlecht der Geborenen und vor allem die konstantsinkende Fruchtbarkeit. Die gradweise zunehmende Verminderungder Fruchtbarkeit, wegen der auch nicht einmal der leiseste Ver-