143 —
bevölkerungsstatistischer Beziehung den Gegenstand der nächstenAbteilung dieser Arbeit bildet, hat es ermöglicht, auch die Größejedes Geschlechtes beim Zeitpunkte der Zählung, dem i. Januar1895, zu konstatieren. Die Statistik hierüber hat ein doppeltesInteresse, nämlich teils an sich und weil sie in dieser Beziehungwichtige Aufschlüsse über die Beschaffenheit der Volksgruppedes Geschlechtes gibt, teils auch als eine Fortsetzung der sta-tistischen Geschichte der Geschlechter, in erster Reihe der leben-den, in gewisser Weise aber auch der ausgestorbenen. Die Größeder lebenden Geschlechter erhellt aus nachstehender Tabelle.
Die Größe der lebenden Geschlechter am 1. Januar 1895 1 ),
Anzahl Mitglieder
Anzahl Geschlechter mit gegenüberstehender Anzahl Mitglieder
im Geschlecht
Gräfliche
Freilierr-liclie
Adlige
Summa
SelbständigeGeschlechter
1— 5
10
1/
102
129
"5
6— 10
9
23
113
145
133
11— 15
5
17
75
97
90
16— 20
3
15
60
78
72
21— 25
3
8
3i
42
42
26— 30
2
3
26
3'
33
3i— 35
I
y
21
29
28
36— 40
I
2
21
24
23
4'— 45 .
I
3
H
18
15
46— 50
I
3
7
11
12
5i— 55
I
1
7
9
9
56— 60
—
1
7
8
6
61— 65
.
1
2
3
4
6b — 70
—
3
3
3
7i— 75
4
2
6
5
76 — 80
I
—
6
7
7
81- 85
I
—
3
4
4
86— 90
1
3
4
1
• 9i— 95
—
—
—
1
96—100
I
—
1
2
4
über 100
I
—
3
4
8
Sa.
41
106
5°7
654
6'5
Wir sehen hieraus, es herrscht Mangel an grossen Ge-schlechtern. Ja, man kann ruhig sagen, es gibt überhaupt keins,denn die höchste von einem Geschlechte erreichte Zahl ist 180 in
1) Die Geschlechter werdeil hier teils in ihrer historischen Gestaltung als gräf-liche, freiherrliche und adlige, teils auf,,selbständige" reduziert, behandelt. Bei den ersterenmußte jedoch ebenfalls eine Reduktion vorgenommen werden, indem die laut § 37 4erR. V. kreierten gräflichen und freiherrlichen Geschlechter als bloße Fragmente vonGeschlechtern mit ihren resp. Stammgeschlechtern zusammengeführt worden sind. Da-her die Summe 654 für diese Geschlechter.